Weltbank-IWF-Tagung: Leiser Abschied von der großen G7

Weltbank-IWF-Tagung: Leiser Abschied von der großen G7

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Weltbank-Chef Robert Zoellick

Während der Herbst-Tagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) treffen sich in Istanbul die Finanzminister und Notenbankchefs der G-7-Länder, der – einst – wichtigsten Industrieländer, um sich selbst hinunterzustufen. Die Zukunft gehört den G 20.

„Wir wollen die G7 nicht abschaffen, aber modifizieren“, sagte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Jörg Asmussen. Deutschland wolle die G7 in Zukunft als informelles Vorbereitungsgremium für die G20-Treffen nutzen. Eine Woche zuvor hatten die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Wirtschaftsnationen beim Weltfinanzgipfel in Pittsburgh beschlossen, G20 an die Stelle von G7 als wichtigstes Gipfelinstrumentarium zu setzen und damit der gewachsenen Bedeutung von Ländern wie China, Indien und Brasilien für die Weltwirtschaft Rechnung zu tragen.

G7 will dennoch aktiv bleiben

Auch bei den Weltbank- und IWF-Tagungen will die G 7 weiterhin aktiv bleiben, als ein wichtiger unter mehreren Zirkeln. In Istanbul beispielsweise will die G7 an einer „Charta für nachhaltiges Wirtschaften“ arbeiten und damit Lehren aus der Weltfinanz- und Weltwirtschaftskrise zu ziehen, die schließlich auch aus dem G7-Kreis ihren Anfang nahm. Auch bei der Reform des IWF wollen die G7 mitreden, etwa bei der kontrollierten Schrumpfkur dieser Institution, wenn die globale Krise in ein, zwei Jahren überstanden ist.

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IWF-Chef Dominique Quelle: dpa

IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn

Bild: dpa

Ähnlich wie Staatssekretär Asmussen sprach Bundesbank-Präsident Axel Weber in Istanbul davon, dass eine Mandatsausweitung des IWF, etwa um Staatsdefizite auszugleichen, „problematisch“ sei. Nach der Krise sollte die stark auf rund 1000 Milliarden Dollar erhöhte Kapitalausstattung des IWF zurückgeführt werden.

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