Und in der vergangenen Woche schreckten chinesische Offizielle die komplette westliche Luxusgüterindustrie auf. 48 von 85 untersuchten Kleidungsstücken von verschiedenen Luxusmarken hätten nicht den erforderlichen chinesischen Qualitätsstandards entsprochen, hieß es auf einer Website. Diese Attacke war verbunden mit kaum verhüllter Kritik am Konsumverhalten der eigenen Landsleute, die sich blindlings auf internationale Designerkleidung stürzen würden, die für Chinesen eigentlich nicht passend sei, so hieß es dort. Für die Luxusgüterhersteller nicht nur aus den USA ist China in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Märkte geworden. Viele wohlhabende Chinesen lieben die exklusiven Marken und sind bereit für den damit verbundenen Prestigegewinn viel Geld auszugeben.
Warnschuss für den Westen
Für die westliche Geschäftswelt ist diese fadenscheinige Diffamierung westlicher Luxuslabel als Warnschuss zu verstehen. Sollte sich der internationale Druck und insbesondere der Druck aus Amerika auf die Chinesen weiter verstärken, so hat die chinesische Staatsmacht umfangreiche Mittel und Wege, den westlichen Unternehmen ihr Geschäft auf dem stark wachsenden chinesischen Markt schwer und schwerer zu machen.
Laut dem „Wall Street Journal“ ist der nach dem Beitritt zur WTO im Jahr 2001 in Gang gesetzte Liberalisierungsprozess in China ohnehin bereits ins Stocken geraten. Mit zahlreichen nichtmonetären Handelshemmnissen, etwa im Patentbereich oder bei Regularien für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen, würden mittlerweile chinesische Anbieter bevorzugt, Ausländer diskriminiert.
Doch wenn es darum geht, heimischen Herstellern einen Vorteil zu verschaffen, sind auch die Amerikaner keine Waisenknaben. Als für einen mit öffentlichen Mitteln finanzierten 1,5 Milliarden-Dollar-Windmühlenpark in Texas chinesische Turbinen eingekauft werden sollten, regte sich in den USA massiver Widerstand. In einem Brief an die Obama-Regierung beschwerten sich gleich mehrere demokratische Senatoren darüber, dass mehr als drei Viertel der vorgesehenen Summe für die Förderung von Windenergieprojekten an ausländische Gesellschaften vergeben werden solle. Das müsse man ändern und eine Buy-American-Klausel anfügen, so lautete die Forderung. Einer der Unterzeichner des Briefes: der so um den chinesischen Währungsprotektionismus besorgte New Yorker Senator Chuck Schumer.














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Alle Kommentare lesen23.03.2010, 04:29 UhrAnonymer Benutzer: Chinesen sind Technologiediebe..
und haben das schlimmste bestehende Diktatur seit 33 auf der Welt!
Als VW Anleger kann ich ein Lied davon singen!
Seit 25 Jahren hat VW noch zusammen gerechnet noch keinen einzige Euro in China verdient!!!
Sondern nur dazu beigetragen das sie eine eigene Autoindustrie aufgebaut hat, die bald mit staatlich gefördertern Dumpingpreisen unsere indiustrie vernichten wird!!!
Habe 9 Jahren in China gelebt und diese Zustände als VW-Mitarbeiter life miterlebt!
21.03.2010, 22:45 UhrAnonymer Benutzer: Politikerschelte
Was würden die Amis denn machen, wenn die Chinesen die amerikanischen Staatsanleihen auf den Markt werfen würden??? Die Handelsbeziehungen sind doch dermaßen verknüpft, dass jeder 10 mal um die Ecke denken sollte, bevor er laut schreit!
20.03.2010, 21:12 UhrAnonymer Benutzer: c-nes
Das wird noch ziemlich spannend werden, denn so einfach sind die Handelsbeziehungen nicht zu kappen. Der Schaden auf Seiten der Chinesen wäre deutlich höher. ich bezweifle, daß China ein so interessanter Markt ist. Ausländische Technologie wird kopiert und Produkte im Niedrigpreisbereich kann ohnehin kein Ausländer in China wettbewerbsfähig anbieten.