Welthandelsorganisation: Künftiger WTO-Vizechef Brauner fordert Reformen

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lKarl-Ernst Brauner wechselt aus dem Bundeswirtschaftsministerium zur Welthandelsorganisation WTO.

von Silke Wettach

Vor dem Führungswechsel an der Spitze der Welthandelsorganisation (WTO) sieht der künftige deutsche Vize-Generaldirektor Karl-Ernst Brauner Reformbedarf bei der Institution.

Gegenüber der WirtschaftsWoche betonte er, der neue Generaldirektor Roberto Azevêdo und seine Stellvertreter könnten künftig eine aktivere Rolle spielen und stärker politischen Einfluss nehmen. „WTO-Länderberichte zur Handelspolitik, sie bisher nur deskriptiv waren, könnten künftig konkretere Empfehlungen geben“, sagte Brauner. Außerdem hält er es für dringend notwendig, die Verzögerungen bei Streitschlichtungsverfahren zu beenden. „Mit weiteren Juristen ließen sich die Verfahren verkürzen“, so Brauner. Bisher werden die Fristen von 60 beziehungsweise 90 Tagen mangels Personal oft nicht eingehalten.

Brauner sieht die WTO unter großem Druck, bei ihrer nächsten Ministerkonferenz Anfang Dezember auf Bali konkrete Fortschritte zu erzielen: „Wir müssen ein Ergebnis nachweisen, das die Verhandlungsbereitschaft der Mitgliedsstaaten belegt – das ist eine große Herausforderung.“
Der neue brasilianische WTO-Generaldirektor Azevêdo folgt am 1. September auf Pascal Lamy. Sein Vize Brauner wechselt am 1. Oktober aus dem Bundeswirtschaftsministerium zur WTO nach Genf.

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