Weltverfolgungsindex 2015: Nordkorea verfolgt Christen am stärksten

Weltverfolgungsindex 2015: Nordkorea verfolgt Christen am stärksten

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Nach Schätzungen von Open Doors sind weltweit rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens Repressalien ausgesetzt.

Die Verfolgung von Christen nimmt weltweit zu, wie der Weltverfolgungsindex 2015 zeigt. Besonders schlimm steht es um Gläubige in Nordkorea. Auch die Terrormiliz Islamischer Staat setzt den Christen zu.

Unterdrückung, Arbeitslager, Misshandlungen: In keinem Staat werden Christen so stark verfolgt wie in Nordkorea. 70.000 von ihnen sind in dem abgeschotteten kommunistischen Land in Lagern interniert, wie aus dem vom christlichen Hilfswerk Open Doors veröffentlichten „Weltverfolgungsindex 2015“ hervorgeht. Dort seien sie schwerster Arbeit und Folter ausgesetzt. Zum 13. Mal in Folge setzte die in Organisation Nordkorea deshalb auf den ersten Platz ihres jährlich erscheinenden Indexes.

In diesen Ländern ist der Hass auf Christen am größten

  • Platz zehn

    Platz zehn belegt Nigeria mit 78 Punkten. Die Situation der Christen in Nigeria, besonders in den nördlichen Provinzen, hat sich seit dem letzten Jahr verschlechtert. Das Ausmaß von Druck und Gewalt gegen Christen ist höher als je zuvor. Die Regierung hat noch immer keine Kontrolle über Boko Haram, die unvermindert Gewalt und Zerstörung verbreitet. Das Leben der Christen in den 12 nördlichen Scharia-Staaten ist weiterhin stark von den Auswirkungen der islamischen Gesetzgebung geprägt. Das geht aus dem am Mittwoch vom christlichen Hilfswerk Open Doors veröffentlichten „Weltverfolgungsindex 2015“ hervor.

  • Platz neun

    Mit einer Wertung von 79 Punkten belegt Eritrea Platz 9. Der Druck auf Christen hat sich in den letzten Jahren erhöht. Davon betroffen sind vor allem nicht traditionelle protestantisch-christliche Gemeinschaften, Angehörige der eritreisch-orthodoxen Gemeinschaft, die sich nicht-traditionellen protestantischen Gemeinden annähern sowie Christen muslimischer Herkunft. Dafür verantwortlich sind neben Präsident Isaias Afewerki und seiner Regierung auch Mitglieder der Einheitspartei "Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit" (PFDJ).

  • Platz acht

    Mit einer Gesamtpunktzahl von 79 liegt Pakistan auf Platz 8 des Weltverfolgungsindex 2015. Die Stellung der Christen in Pakistan hat sich in den letzten Jahren kaum verändert, da sie weiterhin unter enormem Druck vonseiten der Regierung und gesellschaftlicher Gruppen stehen.

  • Platz sieben

    Im Iran hat sich die Lage für Christen verschlechtert: Belegte das Land im Jahr 2014 noch Platz neun, liegt es nun auf Platz sieben.

    Es wurden mehr Christen ins Gefängnis geworfen und der Druck auf die Inhaftierten hat spürbar zugenommen.

  • Platz sechs

    Mit einer Wertung von 80 Punkten belegt der Sudan Platz 6. Im Jahr 2014 nahm der Sudan mit 73 Punkten Rang 11 ein. Damit kommt der Sudan zum ersten Mal unter die ersten zehn Länder des Weltverfolgungsindex.

  • Platz fünf

    Afghanistan belegt Platz 5 auf dem Weltverfolgungsindex 2015. Die Punktzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht, da vermehrt gewaltsame Übergriffe gegen Christen geschahen. Besonders hiervon betroffen sind Ausländer. In den letzten Jahren wurde es für Christen zunehmend schwieriger, ihren Glauben zu leben, da die Regierung ähnlich wie die Mehrheit der Gesellschaft sich einer strengen Form des Islam zugewandt hat.

  • Platz vier

    Mit 83 Punkten belegt Syrien Platz 4, im Jahr 2014 nahm Syrien mit 79 Punkten noch Rang 3 ein. Der Rückgang von Platz 3 auf Platz 4 erklärt sich dadurch, dass andere Länder höhere Gesamtpunktezahlen erhielten und Syrien überholt haben. Der Hauptgrund für die erhöhte Punktezahl Syriens ist die Zunahme des Einflusses radikaler islamischer Gruppen, die mit der Errichtung des Kalifats Islamischer Staat einen Allzeit-Tiefststand im Bereich Religionsfreiheit erreichten.

  • Platz drei

    Mit 86 Punkten belegt der Irak Platz 3 auf dem Weltverfolgungsindex 2015. Die Religionsfreiheit für Christen hat sich unter dem Einfluss der Errichtung eines Kalifats durch den Islamischen Staat (IS) in weiten Teilen des Irak erheblich verschlechtert.

  • Platz zwei

    Mit einer Wertung von 90 Punkten belegt Somalia Platz 2 auf dem Weltverfolgungsindex 2015. Das Land wird von einem lange währenden Bürgerkrieg erschüttert, dazu kommen die gesellschaftliche Zersplitterung, Stammeskonflikte und Extremismus. Fast alle Christen in Somalia sind muslimischer Herkunft, außerdem gibt es eine verschwindend kleine Gruppe christlicher ausländischer Entwicklungshelfer, die aufgrund der starken Verfolgung ihren Glauben nicht zeigen.

  • Platz eins

    Unterdrückung, Arbeitslager, Misshandlungen: In keinem Staat werden Christen so stark verfolgt wie in Nordkorea. 70.000 von ihnen sind in dem abgeschotteten kommunistischen Land in Lagern interniert.

Nach Schätzungen von Open Doors sind weltweit rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens Repressalien ausgesetzt. In dem Ranking folgt Somalia auf dem zweiten Platz. Im Irak (3.) und in Syrien (4.) litten Christen besonders unter der Herrschaft der Terrormiliz „Islamischer Staat“, hieß es. Islamischer Extremismus sei in den meisten der 50 aufgeführten Länder ein Grund der Verfolgung.

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„Die Verfolgung von Christen hat sich nach unseren Beobachtungen auch im Berichtszeitraum für den Weltverfolgungsindex 2015 weiter verstärkt“, sagte der Leiter von Open Doors, Markus Rode. Die Rangliste solle aber nicht in der Debatte um die Stellung des Islam in Deutschland instrumentalisiert werden, warnte er. Für den Index werden die Lebensumstände von Christen in Zusammenarbeit mit Menschenrechtsexperten, Wissenschaftlern und Betroffenen beurteilt.

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