Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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5 KommentareEin Wachstum von 10% ist für China vor allem darum "niedrig" da es nicht die ganze Wahrheit abbildet. in entwickelten westlichen Ländern ist das Wachstum naturgemäß "geringer" da hiesige Standards bei Umwelt- und Arbeitsschutz, bezahlung etc. potentielles Wachstum kosten. in China gibt es diese Kosten natürlich auch, aber nachgelagert. in Form von Raubbau an der Natur der hohe Folgekosten verursacht, in Form von vielen Arbeitsunfällen die eine hohe Zahl von Schwerbehinderten und Arbeitsunfähigen Chinesen zur Folge hat und in Form von sehr schwachem Konsum - China ist nach wie vor nur eine verlängerte Werkbank des Westens, so sehr sich das Land auch mit Shanghai und Co anders darzustellen versucht.
Um diese Hypotheken auszugleichen braucht es ein Wachstum deutlich über einem Korridor von 8-10%, sonst sind alleine inflation und Umweltschätzen schon höher als das Wachstum - eine realwirtschaftliche Rezession also die Folge.
Ric hat recht.
China verdankt ihr Wachstum den USA, dem Euro-Raum und den Nachbarn.
Nur etwas über zehn Prozent der bevölkerung partizipiert am boom, der Rest lebt in Armut und trägt wenig zum biP bei.
Außerdem ist China völlig überaltet wegen der Ein-Kind-Politik.
Nur das strikte Festhalten am starren Wechselkurs, die schlechte bezahlung der Arbeitnehmer macht sie im Moment noch konkurrenzlos billig.
Die Kosten auf die Volkswirtschaft kommen aber langsam zu.
Ric + Zockerfein:
China wird hier in einem Atemzug über- und unterschätzt. China erwirtschaftet genau wie Deutschland einen Großteil seines biP durch den Export. Daran ist nichts Schlimmes, weil auch wir durch den internen Konsum alleine nicht unseren Lebensstandard halten könnten. Der Exportboom hat die relative Armut im Land drastisch gesenkt und das Gros der bevölkerung steht heute materiell besser da als vor 30 Jahren. Für die „Nur 10 Prozent profitieren“ These würde ich gerne mal eine Quelle sehen. iMF und Weltbank sehen das entschieden anders.
Gleichzeitig leidet China unter einer Über-investitions-Krise und kämpft mit den Folgen der Spekulation und Misswirtschaft, weil die Wirtschaft wie der Rest des Landes nur zum Teil frei ist. Neben dem offiziellen bankensystem gibt es ein zweites, halboffizielles, in dem gigantische Summen zu horrenden Zinsen verliehen werden. Das ist eine Folge, weil die PboC das meiste Geld aus dem Export aus dem chinesischem Währungssystem heraushält und lieber in Form von 1,8 billionen Dollar Währungsreserven nutzt, um den US Konsum am Leben zu halten. Das alles geht auf Dauer schief und verstärkt die Krise.
Deutsche Medien schreiben leider nichts über die Finanzkrise in China. Aber hier steckt der wahre Sprengstoff. Das biP ist hier kein guter indikator. „Nur“ sieben Prozent Wachstum wären für China bereits eine Katastrophe, aus deutscher Sicht würden wir bei dem Wachstum von einem Wunder sprechen.
China unterscheidet sich wesentlich von Deutschland, deshalb sollte man sehr vorsichtig sein, welche bewertungsmaßstäbe man ansetzt. Zum beispiel hat die Alterung in Deutschland durch unser Rentensystem andere Auswirkungen als in China. Und bei uns setzen die Effekte früher ein als dort.
China- Wachstum- Zukunft. Was auch immer der chinesiche
Aktien index "shanghai composite" repräsentiert und welche volkswirtschaftliche Zusammenhänge in China und der Welt bestehen.
Dieser index ist nach einer "Überhitzung" während der vergangen 52 Wochen von 6154 auf heute 2080 Punkte (- 66%) gefallen.
Die beurteilung der zukünftigen Entwicklung bleibt kompetenten
beobachtern vorbehalten.
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Kommentare zu: Chinas Konjunktur beginnt zu wackeln
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