Weltwirtschaft: Klimawandel birgt das größte Risiko

Weltwirtschaft: Klimawandel birgt das größte Risiko

Die Weltwirtschaft ist so gefährdet wie schon lange nicht mehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Risiko-Analyse des Weltwirtschaftsforums. Die größte Gefahr sehen die Experten in einem Versagen der Klimapolitik.

Die globale Stabilität ist nach Einschätzung von führenden Wirtschaftsexperten so gefährdet wie lange nicht. Die Risiken sind in allen Bereichen - umweltbezogen, gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch und technologisch - in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen, wie aus dem am Donnerstag in London veröffentlichten Welt-Risiko-Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) hervorgeht.

Als wahrscheinlichstes Risiko in diesem Jahr sehen die knapp 750 für die Studie befragten Manager und Wirtschaftswissenschaftler den weiteren Flüchtlingszustrom. Am folgenschwersten wird die Gefahr eines Versagens in der Klimapolitik eingeschätzt. Zudem bleibt die Sorge vor wachsenden Einkommensunterschieden groß. Gerade in Industrieländern kommt die Angst vor Cyberangriffen hinzu.

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Konjunktur-Ausblick für 2016. Quelle: Getty Images

Noch nie in der elfjährigen Geschichte der Studie habe es eine „so breit gefächerte Risikolandschaft“ gegeben, heißt es in dem Bericht. Die einzelnen Gefahren seien dabei immer stärker miteinander verbunden. „Wir wissen, dass der Klimawandel andere Risiken wie Migration und Sicherheit verschärft, aber das sind keineswegs die einzigen Zusammenhänge, die sich rasant entwickeln und oftmals unberechenbare Auswirkungen auf Gesellschaften haben“, betonte WEF-Ökonomin Margareta Drzeniek-Hanouz.

„Durch Ereignisse wie die Flüchtlingskrise und Terroranschläge in Europa ist die globale politische Instabilität so hoch wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr“, ergänzte John Drzik vom Industrieversicherungsmakler Marsh. Das mache Entscheidungen von Unternehmen schwieriger. Hinzu kommen zwischenstaatliche Spannungen, die Lösungen etwa im Kampf gegen den Klimawandel erschweren.

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Bei der 46. WEF-Jahrestagung im Schweizer Alpenkurort Davos wollen in der kommenden Woche (20. bis 23. Januar) mehr als 2500 Spitzenpolitiker, Manager und Wissenschaftler aus mehr als 100 Ländern nach Lösungsansätzen suchen. Deutschland wird von Bundespräsident Joachim Gauck vertreten, der am Eröffnungstag eine Rede hält. Zur Regierungsdelegation aus Berlin gehören zudem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sowie weitere Kabinettsmitglieder.

Nicht dabei sein wird Nordkorea. Das WEF hatte das kommunistische Land wegen dessen jüngsten Atomtest wieder ausgeladen. Nun habe Nordkorea in einem Protestbrief sein „tiefes Bedauern“, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag. Das Regime in Pjöngjang warf den Veranstaltern vor, aus ungerechtfertigten politischen Gründen gehandelt zu haben.

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2 Kommentare zu Weltwirtschaft: Klimawandel birgt das größte Risiko

  • Den Aufschwung nach der letzten Depression vor 100 Jahren haben wir zum großen Teil der damals noch intagten Natur zu verdanken. Aber diesmal ist unser Planet schon geplündert und es wird nicht wieder wie damals so einfach sein einen neuen Aufschwung zu generieren.

  • Ich schlage vor, dass wir den "Klimawandel" lieber außen vor lassen, denn
    der hat sich noch nie von irgend etwas beeindrucken lassen und schon
    garnicht von den überbezahlten Spinnern aus Potsdam !

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