Weltwirtschaftsforum: Die Formel für einen menschlichen Kapitalismus

KommentarWeltwirtschaftsforum: Die Formel für einen menschlichen Kapitalismus

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Die Vorbereitungen zum Weltwirtschaftsforum 2012 in Davos laufen

von Roland Tichy

Das Weltwirtschaftsforum in Davos bleibt auch im 42. Jahr ein Barometer des globalen Power Plays. Kein Zufall, dass die Eröffnungsrede von Angela Merkel gehalten wird.

Zum 42. Mal versammeln sich vom 25. bis 29. Januar auf dem World Economic Forum (WEF) in Davos die Mächtigen, um „den Zustand der Welt zu verbessern“ und dieses Mal wird es ein Wirtschaftsgipfel der Superlative: Nicht weniger als 40 Staats- und Regierungschefs haben sich angesagt, Kanzlerin Merkel hält am Mittwoch die Eröffnungsrede. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ist ebenso angekündigt wie Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), oder Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank.

Na gut. Diese Einschätzung stimmt eigentlich jedes Jahr – das WEF ist eben ein Treffen der Wichtigen. Lange Jahre war es geprägt von Bankern, den „Masters of the Universe“.  Das hat sich logischerweise geändert, in den vergangenen Jahren war für Banker auch in Davos eher die Anklagebank reserviert.

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In den Vordergrund drängten dafür wieder die Vertreter der Realwirtschaft. Und Davos ist immer auch eine Schau der globalen Präsenz. Vor einigen Jahren war es der Laufsteg für das Selbstbewusstsein des neuen Chinas - noch 2011 aber waren alle verfügbaren Freiflächen von Indien gemietet, um das Land und seine Wirtschaft globale zu präsentieren. Die USA haben ihre Präsenz stark verringert, eine Referenz an die eher selbstbezügliche Politik Barack Obamas, unter dem Europa ohnehin weniger wichtig genommen wird.

Und so ist Davos auch immer ein Barometer des globalen Power Plays – kein Zufall, dass die Eröffnungsrede von Angela Merkel gehalten wird. Sie ist zwar auch schon früher aufgetreten, aber manchmal eher am Rande, berühmt ist ihre Pressekonferenz in der Aufwärmhalle einer Sauna. Im überfüllten Davos ist  der verfügbare Raum streng limitiert. Denn der Auflauf ist gewaltig.

Vier konkrete Herausforderungen

In knapp 300 offiziellen und unzähligen inoffiziellen Veranstaltungen werden mehr als 2600 Meinungsbildner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Themen diskutieren, die unter dem Forums-Motto „Der große Wandel: Entwürfe für neue Modelle“ zusammengefasst sind. Konkret geht es dabei um die vier  Herausforderungen „Wachstum und Beschäftigung“, „Führung  und Innovation“, „Nachhaltigkeit und Ressourcen“, “Soziales und Technologie“. Ein wichtiges Diskussionsthema wird auch der Umgang mit Risiken sein, mit dem sich der im Vorfeld von Davos erstellte „Global Risk Report 2012“ ganz besonders beschäftigt.

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