Weltwirtschaftsgipfel 2009: "Die Krise wird schlimmer"

Weltwirtschaftsgipfel 2009: "Die Krise wird schlimmer"

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Weltwirtschaftsforum Davos

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos herrscht Pessimismus. Nach einer Befragung unter 1100 Firmenchefs erwarten viele eine lange Dürrephase. Überraschenderweise wollen sie trotzdem mehr Leute einstellen als entlassen.

Wenn der russische Ministerpräsident Wladimir Putin heute das Weltwirtschaftsforum in Davos eröffnet, wird die Stimmung deutlich schlechter sein, als in den vergangenen Jahren. Die Wirtschaftskrise ist das bestimmende Thema und die Mehrheit der versammelten Firmenchefs und Experten erwartet eine lange Rezession.

„Die Erfahrung und wissenschaftliche Studien zeigen, dass dies einige Jahre dauern kann“, sagte Lars Thunnel, der Chef der Weltbanktochter International Finance Corporation (IFC). Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte am Mittwoch, die Welt befinde sich an einem Wendepunkt. „Wir leben in Zeiten, in denen Geschichte geschrieben wird.“ Millionen armer Menschen würden noch weiter in die Armut getrieben. Auch mache die Welt gerade eine Krise der Regierenden durch. Der Medienmogul Rupert Murdoch erwartet, dass die Probleme noch lange andauern werden. „Die Krise wird schlimmer“, sagte Murdoch voraus.

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Mehrzahl der Firmenchefs ist pessimistisch

In einer Umfrage der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers unter mehr als 1100 Firmenchefs äußerten sich nur 21 Prozent „sehr zuversichtlich“, den Umsatz ihres Unternehmens in diesem Jahr steigern zu können. Die kurzfristigen Wachstumserwartungen der Vorstandsvorsitzenden haben damit den tiefsten Stand seit der erstmaligen Befragung im Jahr 2003 erreicht.

Auch mittelfristig sieht es düster aus. Nur 34 Prozent der Befragten erwarten in den kommenden drei Jahren Erlössteigerungen. Im vorigen Jahr waren es noch 42 Prozent.

"Besorgniserregend ist der drastische Stimmungswandel in den Schwellenländern", sagt Hans Wagener, Sprecher des Vorstands von PwC Deutschland. So ist die Zahl der chinesischen Firmenchefs, die mit großer Sicherheit eine Umsatzsteigerung für das laufende Jahr erwarten, von 73 auf 29 Prozent abgestürzt.   

Trotz Krise neue Stellen geplant

Doch trotz des Pessimismus wollen mehr Unternehmen Personal einstellen, als Stellen kürzen. Weltweit rechnen nur 26 Prozent der CEOs mit einem Stellenabbau, während 37 Prozent von einer steigenden Beschäftigung ausgehen. Von den deutschen Vorstands­vorsitzenden wollen 36 Prozent mehr Personal einstellen, während nur 17 Prozent an den Abbau von Jobs denken. 

Dagegen erklärte David Arkless, der den Personaldienstleisters Manpower auf dem Forum vertritt, bis zum Ende des nächsten Jahres werde die Arbeitslosigkeit weltweit zunehmen. „Wetten Sie nicht auf eine substanzielle Verbesserung vor dem Ende des nächsten Jahres“, sagte Arkless.

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