Wikileaks: Assange zur Auslieferung bereit

Wikileaks: Assange zur Auslieferung bereit

, aktualisiert 13. Januar 2017, 12:32 Uhr
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Julian Assange lebt seit über vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London. Er versucht damit seiner Abschiebung in die USA zu entgehen.

Quelle:Handelsblatt Online

Um nicht ausgeliefert zu werden, lebt Julian Assange seit über vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London. Der Wikileaks-Gründer wäre für eine Auslieferung bereit - wenn seine Informantin begnadigt wird.

LondonWikileaks-Gründer Julian Assange wäre nach Angaben der Enthüllungsplattform zu einer Auslieferung in die USA bereit, falls seine Informantin Chelsea Manning dort begnadigt werden sollte. Manning hatte als Soldatin geheime Informationen über Verfehlungen der US-Streitkräfte etwa in Afghanistan und im Irak an Wikileaks weitergereicht. Sie wurde 2013 zu 35 Jahren Haft verurteilt.

Damals hieß sie Bradley Manning und nahm später die weibliche Identität an. Ihre Haftstrafe wegen Spionage und Verrats sitzt sie im US-Militärgefängnis in Fort Leavenworth ab. Dort sind nur Männer inhaftiert. Im Gefängnis soll Manning nach US-Medienberichten mehrmals versucht haben, sich das Leben zu nehmen.

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Sollte der scheidende US-Präsident Barack Obama vor Ende seiner Amtszeit Manning begnadigen, werde Assange einer Überstellung in die USA zustimmen, heißt es im Kurznachrichtendienst Twitter. Gleichzeitig sprach Wikileaks von einer „klaren Verfassungswidrigkeit“ der gegen Assange erhobenen Vorwürfe.

Der 45-jährige Australier war vor über vier Jahren in die Botschaft Ecuadors in London geflüchtet, um einer Festnahme zu entgehen. Gegen Assange liegt ein Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Er fürchtete eine Auslieferung an Skandinavien und von dort in die USA, wo ihm eine lange Haft droht.

Erst vor wenigen Tagen hatten US-Medien berichtet, dass Obama angeblich eine Strafmilderung für Manning erwägt. Sie stehe auf der Liste Verurteilter, deren Strafmaß abgewandelt werden könnte, berichtete der Sender NBC News unter Berufung auf Justizkreise. Am 20. Januar wird Donald Trump als neuer US-Präsident vereidigt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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