Wikileaks: CIA hält gezielte Tötungen von Taliban für wenig effektiv

Wikileaks: CIA hält gezielte Tötungen von Taliban für wenig effektiv

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Mitglieder der Taliban in Pakistan.

Die Tötungen von Taliban-Führern in Afghanistan und Pakistan seien wenig effizient – oft sogar kontraproduktiv. Das geht aus einem auf der Enthüllungs-Plattform Wikileaks veröffentlichten CIA-Bericht hervor.

Die gezielte Tötung von Taliban-Führern in Afghanistan und Pakistan hat sich nach einem von der Enthüllungs-Plattform Wikileaks veröffentlichten CIA-Bericht als wenig effektiv erwiesen. Die Taliban seien durch diese Taktik nicht besonders anfällig, weil sie dank ihrer flexiblen Kommandostruktur hochrangige Mitglieder schnell ersetzen könnten. Dies gelte ähnlich auch für Al-Kaida.

Der Bericht des US-Geheimdienstes CIA unter dem Titel „Best Practices in Counterinsurgency“ (Beste Methoden zur Bekämpfung aufständischer Gruppen) stamme aus dem Jahr 2009, berichtete Wikileaks am Donnerstag. Die Untersuchung über Vor- und Nachteile gezielter Tötungen geht auch auf andere Länder ein.

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Islamistische Anschläge in Pakistan

  • November 2014

    Bei einem Selbstmordanschlag an der Grenze zu Indien sterben rund 60 Menschen. Ein Jugendlicher sprengt sich an einem Grenzübergang nahe der Stadt Lahore in die Luft.

  • Juni 2014

    Taliban-Kämpfer greifen als Polizisten getarnt einen Flughafen in Karachi an. Bei stundenlangen Gefechten werden die zehn Angreifer und Dutzende weitere Menschen getötet. Die Attacke sei die Rache für Luftangriffe der pakistanischen Armee, sagt ein Sprecher der Extremisten.

  • März 2014

    Die Extremisten greifen ein Polio-Impfteam an, am Straßenrand detonieren zwei Bomben. Zehn Polizisten in Begleitung des Teams sterben. Die Islamisten glauben, die Impfungen seien Teil einer Verschwörung des Westens und sollten Muslime unfruchtbar machen.

  • September 2013

    Bei einem Selbstmordanschlag auf Christen vor einer Kirche in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar kommen rund 80 Menschen ums Leben. Zwei Attentäter sprengen sich nach dem Gottesdienst in die Luft.

Zwar könnten bewaffnete Gruppen mit gezielten Tötungen geschwächt werden. Diese könnten aber auch kontraproduktiv wirken, weil sie zu einer Radikalisierung der verbleibenden Kämpfer führen könne. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Aufständischen in der Bevölkerung mehr Unterstützung fänden.

Nach Zahlen des Recherchenetzes Bureau of Investigative Journalism in London hat es allein in Pakistan seit 2009 rund 350 Drohnenangriffe auf Taliban- und El-Kaida-Kämpfer gegeben. Dabei seien zwischen 2400 und 3888 Menschen getötet worden, darunter bis zu 959 Zivilisten.

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt seit mehr als zwei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Die von ihm gegründete Plattform hatte Tausende Geheimdepeschen der USA veröffentlicht.

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