Wikileaks-Enthüllungen: Spicer kündigt hartes Vorgehen gegen Informanten an

Wikileaks-Enthüllungen: Spicer kündigt hartes Vorgehen gegen Informanten an

, aktualisiert 09. März 2017, 04:22 Uhr
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Wikileaks hatte am Dienstag nach eigenen Angaben Tausende Dokumente über Abhörverfahren und -methoden des Geheimdienstes ins Netz gestellt.

Quelle:Handelsblatt Online

US-Präsident Trump ist „extrem besorgt“ über die Wikileaks-Enthüllungen. Pressesprecher Sean Spicer droht mit einem harten Vorgehen gegen Informanten. Indes warnt die CIA: Die Bevölkerung sollte „stark beunruhigt“ sein.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump ist einem Sprecher zufolge „extrem besorgt“ über das Datenleck bei der CIA, das die jüngsten Wikileaks-Enthüllungen ermöglicht habe. Präsidialamtssprecher Sean Spicer kündigte am Mittwoch zudem ein hartes Vorgehen gegen Informanten an: „Bei jedem, der vertrauliche Informationen weitergibt, wird die volle Härte des Gesetzes angewandt“, sagte er. Wikileaks hatte am Dienstag nach eigenen Angaben mehr als 8000 Dokumente enthüllt, in welchen ein Programm beschrieben wird, mit dem sich die CIA unter anderem in Smartphones, Fernsehgeräte mit Internet-Zugang und Bordcomputer von Autos hacken konnte.

Laut CIA sollte die amerikanische Bevölkerung nach den jüngsten Wikileaks-Enthüllungen „stark beunruhigt“ sein. Die Enthüllungen setzten nicht nur die Sicherheit von Mitarbeitern und Einsätzen der USA aufs Spiel, hieß es in der Mitteilung vom Mittwoch. Auch würde dadurch Gegnern die Chance gegeben, das Land und seine nationale Sicherheit anzugreifen.

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Der Geheimdienst bestätigte allerdings nicht, ob die Unterlagen gestohlen worden sind. Zudem werde sich die CIA nicht zur Echtheit der Dokumente oder dem Fortschritt der Suche nach der mutmaßlichen Quelle äußern, sagte Sprecherin Heather Fritz Horniak.

In der Folge des Geschehens griff Sean Spicer auch die E-Mail-Enthüllungen von Hillary Clinton auf. Die Veröffentlichungen von mutmaßlichen CIA-Spionagetechniken und dem Inhalt von Clinton E-Mails sei nach Ansicht des Weißen Hauses nicht vergleichbar. Dazwischen gebe es einen „gewaltigen, gewaltigen Unterschied“, sagte Spicer.

Es gebe einen großen Unterschied zwischen der Veröffentlichung dieser Informationen und dem Hackerangriff auf das E-Mail-Konto von John Podesta, der Clintons Wahlkampagne leitete, und anderen Mitgliedern der demokratischen Parteiführung, so Spicer weiter.

Die Enthüllungen der E-Mails hatten im vergangenen Jahr für Wirbel im Wahlkampf gesorgt. Trump hatte während seiner Kampagne noch gesagt „Ich liebe Wikileaks“ und die Bekanntmachung der E-Mails von Mitarbeitern um Clinton durch die Plattform gelobt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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