Wikileaks-Gründer: Assange erwägt sich Behörden zu stellen

Wikileaks-Gründer: Assange erwägt sich Behörden zu stellen

, aktualisiert 04. Februar 2016, 07:53 Uhr
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Der Wikileaks-Gründer lebt seit Juni 2012 in der Botschaft von Ecuador in London.

Quelle:Handelsblatt Online

Wikileaks-Gründer Julian Assange will sich der britischen Polizei stellen, falls sein Fall von einer UN-Arbeitsgruppe negativ beurteilt wird. Das Gremium wird seine Entscheidung am Freitag veröffentlichen.

Der Gründer des Enthüllungsportals Wikileaks, Julian Assange, will sich bei einer negativen Beurteilung seines Falls durch eine UN-Prüfkommission den britischen Behörden stellen. Er würde dann die Botschaft von Ecuador in London verlassen und eine Festnahme durch die Polizei akzeptieren, teilte Assange am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Die UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Festnahmen prüft derzeit einen Antrag Assanges, wonach Großbritannien und Schweden gegen seine Rechte verstoßen haben, in dem sie ihn zur Schutzsuche zwangen. Am Freitag will das Gremium seine Entscheidung veröffentlichen.

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„Sollten die Vereinten Nationen bekanntgeben, dass ich meinen Fall gegen das Vereinigte Königreich und Schweden verloren habe, werde ich die Botschaft Freitagmittag verlassen, und werde mich festnehmen lassen, da es keine realistische Möglichkeit der Berufung gibt“, schrieb Assange.

Sollte er jedoch gewinnen, erwarte er sofort seinen Reisepass zurück. Zudem sollten alle Versuche, ihn festzunehmen, eingestellt werden.

Der Australier Assange lebt seit Juni 2012 in der Botschaft, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Dort wird gegen ihn wegen des Vorwurf der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung ermittelt. Assange bestreitet die Anschuldigungen und sagte, er befürchte, dass die schwedischen Behörden ihn an die USA ausliefern wollten.

Dort könnte er wegen der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente durch WikiLeaks vor Gericht gestellt werden. Großbritannien warf Ecuador vor, es behindere die Justiz, indem es Assange Gastrecht in der Botschaft gewähre.

Quelle:  Handelsblatt Online
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