Wirtschaftsbeziehungen: China straft Freunde des Dalai Lama ab

Wirtschaftsbeziehungen: China straft Freunde des Dalai Lama ab

Staaten, die das tibetische Oberhaupt empfangen, haben danach für rund zwei Jahre sinkende Exporten nach China hinzunehmen.

Das haben die Ökonomen Andreas Fuchs und Nils-Hendrik Klann von der Universität Göttingen in einer noch unveröffentlichten Studie nachgewiesen, die der Wirtschaftswoche exklusiv vorliegt. Die Wissenschaftler untersuchten die Periode zwischen 1991 bis 2008. Vor allem seit Beginn der Präsidentschaft von Hu Jintao 2002 nutze Peking seine wirtschaftliche Macht in verstärktem Maße, um Druck auszuüben.

Empfängt ein Land den Dalai Lama, sinken seine Exporte nach China in den darauffolgenden Jahren um durchschnittlich 13 Prozent, schreiben die Ökonomen. Besonders empfindlich reagiere das kommunistische Regime, wenn hochrangige Politiker – etwa Kanzler, Premierminister und Präsidenten – den Dalai Lama treffen. In solchen Fällen schrumpft der Export nach China besonders stark.

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Unterschiede zeigen sich auch bei den Warengruppen: Besonders stark geht der Verkauf von Maschinen, Lokomotiven, Schiffen und Trucks zurück – also solcher Produkte, die während Staatsbesuchen gern von Wirtschaftsdelegationen verkauft werden. Weniger stark betroffen sind Konsumgüter und Chemikalien.

In der Regel verschwindet der Dalai-Lama-Effekt nach zwei Jahren wieder, so die Forscher.

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