Wirtschaftsnobelpreis: Eugene F. Fama, Lars Peter Hansen und Robert J. Shiller erhalten Nobelpreis

Wirtschaftsnobelpreis: Eugene F. Fama, Lars Peter Hansen und Robert J. Shiller erhalten Nobelpreis

Der Wirtschafts-Nobelpreis 2013 geht an die US-Forscher Eugene F. Fama, Lars Peter Hansen und Robert J. Shiller. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm mit.

Die Ökonomen erhielten die Auszeichnung für ihre Forschung zu Vermögenspreisen. Eugene F. Fama studierte zunächst Romanische Sprachen, vor er an der University of Chicago seinen MBA erwarb und bis heute lehrt und arbeitet. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 hat der Chicagoer Starökonom einen schweren Stand: Kein Interview, kein Panel, kein Auftritt, bei dem der heute 74-Jährige nicht unter Beschuss gerät. Schadenfroh wollen viele von ihm wissen: Hält er an seinem Credo effizienter Märkte fest, oder gibt er zu, jahrzehntelang auf das falsche Pferd gesetzt zu haben. Fama aber bleibt dabei: "Märkte sind effizient und wenn nicht, wäre es unmöglich, das herauszufinden." Lars Peter Hansen arbeitet ebenfalls an der University of Chicago und studierte zuvor Mathe, Politikwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Mit Robert J. Shiller wird außerdem ein Ökonom der Yale-University ausgezeichnet. Wie ein Krisenprophet sieht er nicht gerade aus. Eher wie ein zerstreuter Professor. Dass der schmächtige Mann mit dem Schuljungengesicht an den Finanzmärkten den Spitznamen „Dr. Doom“ trägt, mag daher auf den ersten Blick überraschen. Doch Robert James Shiller gehört zu den wenigen Ökonomen, die schon früh die Finanzkrise heraufziehen sahen. Bereits 2005 warnte er vor den Übertreibungen am US-Immobilienmarkt und sagte einen Crash voraus. „Ich habe geredet und geredet“, sagt er heute, „aber es herrschte eine große Euphorie, da hat jeder seine eigenen Zweifel unterdrückt.“

Die Auszeichnung "Wirtschaftsnobelpreis" ist umstritten, weil sie nicht wie die anderen Nobelpreise auf das Testament des Schweden Alfred Nobel zurückgeht, sondern erst 1968 von der Reichsbank in Stockholm gestiftet und 1969 erstmals vergeben wurde. Der Preis wurde seit dem an 71 Personen vergeben. Davon 41 US-Amerikaner. Nur eine einzige Frau gehörte bisher zu den Preisträgern, nämlich die Politikwissenschaftlerin Elinor Ostrom. In der Begründung hieß es damals, dass sie gezeigt habe „wie gemeinschaftliches Eigentum von Nutzerorganisationen erfolgreich verwaltet werden kann. Als bislang letzter Deutscher wurde 1994 der Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten ausgezeichnet. Alle Nobelpreise werden traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896), überreicht.

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