Wirtschaftsnobelpreisträger: "Public-Choice"-Pionier James Buchanan ist tot

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Wirtschaftsnobelpreisträger: "Public-Choice"-Pionier James Buchanan ist tot

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Ein Foto aus dem Jahr 2000 zeigt James Buchanan bei einer Rede an der Middle Tennessee State University. Buchanan starb am Mittwoch im Alter von 93 Jahren.

Mit seiner "Public-Choice"-Theorie veränderte er die Ökonomik und erhielt 1986 den Nobelpreis für Wirtschaft: James Buchanan ist am Mittwoch im Alter von 93 Jahren gestorben.

Wirtschaftsnobelpreisträger James Buchanan ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Pionier der „Public-Choice“-Theorie starb einem Vertreter der George Mason Universität in Fairfax (Virginia) zufolge am Mittwoch. Buchanan wurde am 2. Oktober 1919 in Tennessee geboren. Er bekam den Nobelpreis 1986 für seine Beiträge zur ökonomischen Theorie politischer Beschlüsse. In der Begründung der Schwedischen Akademie der Wissenschaften war das fast 40-jährige Wirken des Preisträgers hervorgehoben worden, der „die Grundlagen der ökonomischen und politischen Beschlussfassung entwickelt hat und damit der führende Forscher auf dem häufig sogenannten Public-Choice-Gebiet geworden ist“.

In der herkömmlichen Wirtschaftstheorie habe bis dahin im Wesentlichen eine selbstständige Theorie für den Staat und für die politischen Entscheidungsprozesse gefehlt. Die stabilitätspolitische Theorie, unabhängig davon, ob diese keynesianische oder monetäre Vorzeichen hatte, sei weitgehend davon ausgegangen, dass die politischen Instanzen sich darauf ausrichteten, bestimmte gegebene makro-ökonomische oder sozialökonomische Ziele in Bezug auf Beschäftigung, Inflation oder Wachstumstempo zu erreichen suchten.

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Buchanan und andere mit ihm aus der „Public-Choice“-Schule hätten diese Vorgehensweise als zu vereinfachend kritisiert und stattdessen versucht, Erklärungen des politischen Entscheidungsprozesses zu finden, die denen ähnlich seien, die bei der Analyse ökonomischer Verhaltensweisen verwendet würden. „Dieselben Leute, die auf den Märkten eigennützig auftreten, können im politischen Leben kaum uneigennützig handeln“, lautete die Maxime.

Dies führe zu Analysen, die darauf deuteten, dass politische Parteien oder Verwaltungen, die im Eigeninteresse handeln, in erster Linie danach strebten, so viele Stimmen wie möglich zu gewinnen, um dadurch Machtpositionen zu erlangen oder eine möglichst große Zuteilung aus dem Staatshaushalt zu bekommen. Oder auf den Punkt gebracht: Politikern geht es um die Maximierung der Wählerstimmen oder des Steueraufkommens.

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