Zentralbank: Japan bleibt bei expansiver Geldpolitik

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Zentralbank: Japan bleibt bei expansiver Geldpolitik

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BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda erklärt auf einer Pressekonferenz die weitere Politik der japanischen Zentralbank.

Japans Zentralbank setzt ihre extrem lockere Geldpolitik fort. Damit will sie den Erholungskurs der Wirtschaft stützen.

Japans Wirtschaft liegt nach Einschätzung der Notenbank trotz der ersten Erhöhung der Verbrauchssteuer seit 17 Jahren weiter auf Erholungskurs. Um die „moderate“ wirtschaftliche Erholung zu flankieren und den jahrelangen Preisverfall dauerhaft hinter sich zu lassen, beschloss die Bank von Japan (BoJ) am Freitag wie erwartet, ihre extrem lockere Geldpolitik unverändert fortzusetzen.

Nachdem die Binnenfrage im Vorfeld der zum 1. April erfolgten Erhöhung der Verbrauchssteuer kräftig angezogen hatte, sei zwar inzwischen eine Abkühlung zu spüren. Dennoch gehe die Erholung weiter. Auch die Weltwirtschaft sieht die BoJ nun auf Erholungskurs; insbesondere in entwickelten Volkswirtschaften gebe es positive Anzeichen, hieß es.

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Mit der Steueranhebung von fünf auf acht Prozent zum 1. April sollen die Staatsfinanzen gestärkt werden, um wachsende Bedenken wegen der hohen Verschuldung Japans zu zerstreuen. In Marktkreisen hatte es Befürchtungen gegeben, die private Nachfrage könnte nach der Steuererhöhung einbrechen. Doch Japan scheint dies zu verkraften.

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Die Beschäftigung und Einkommenssituation verbessere sich, was sich auch beim privaten Verbrauch und den Investitionen in den Hausbau bemerkbar mache, befand die Zentralbank. Auch die Invesitionen der Unternehmen hätten sich angesichts der verbesserten Ertragslage moderat erhöht. Japans Wirtschaft profitiert nicht zuletzt auch vom schwachen Yen - einer Folge der extrem lockeren Geldpolitik der BoJ.

Der im April vergangenen Jahres eingeschlagene geldpolitische Kurs verhelfe der Wirtschaft dazu, sich aus den Klauen der zwei Jahrzehnte andauernden Deflation zu befreien, hatte BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda unlängst erklärt. Die Währungshüter hatten sich eine Inflationsrate von 2 Prozent bis 2015 zum Ziel gesetzt, um die Deflation zu überwinden. Kuroda hat seither mehrfach seine Zuversicht zum Ausdruck gebracht, dieses Ziel zu erreichen.

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