Zucman/Saez-Analyse: Der unglaubliche Vorsprung der Superreichen

Zucman/Saez-Analyse: Der unglaubliche Vorsprung der Superreichen

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Mark Zuckerberg ist der reichste Mensch unter 40 Jahren.

von Tim Rahmann

Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. So weit, so bekannt. Nun fand Piketty-Schüler Gabriel Zucman allerdings heraus: Das liegt vor allem am reichsten Zehntelprozent.

Für Bill Gates, Oracle-Gründer Larry Ellison, die Koch-Brüder oder Mark Zuckerberg war 2014 ein gutes Jahr – zumindest finanziell betrachtet. Das "Forbes"-Magazin hat errechnet, dass die 400 reichsten Menschen der USA unglaubliche 2,29 Billionen US-Dollar auf ihren Konten geparkt haben – 270 Milliarden Dollar mehr als noch im Vorjahr.

Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg etwa, der reichste Mensch unter 40 Jahren, konnte sein Vermögen innerhalb eines Jahres um 15 Milliarden Dollar vermehren: von 19 auf 34 Milliarden Dollar. An Leuten wie Zuckerberg und Gates – genauer gesagt: an den 160.000 reichsten US-Familien – liegt es auch, dass der Wohlstand in den USA immer ungleicher verteilt ist.

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Die Ökonomen Emmanuel Saez und Gabriel Zucman, der Franzose ist ein Schüler von Thomas Piketty und sorgte mit einem Buch über Steueroasen wie die Schweiz und Luxemburg für Aufsehen, fanden in einer Studie heraus: Der Reichtum in den USA verteilt sich nicht mehr auf die reichsten zehn Prozent – sondern liegt hauptsächlich bei den reichsten 0,1 Prozent.

"Im Grunde genommen ist die gesamte Zunahme (des Vermögens) bei den reichsten zehn Prozent zurückzuführen auf den Anstieg des Reichtums der 0,1 Prozent an der Spitze", schreiben die Wissenschaftler. Ihr Anteil am Vermögen ist seit 1979 von sieben Prozent auf 22 Prozent im Jahr 2012 gestiegen.

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Die 160.000 reichsten US-Familien besitzen inzwischen ein nahezu ähnlich großes Vermögen wie die große Masse der Amerikaner – nämlich die 90 Prozent der Bürger, die nicht zu den oberen zehn Prozent gehören. Das sind bei rund 314 Millionen Einwohnern satte 282,6 Millionen Menschen. Bei ihnen stagnierte das Vermögen laut Saez/Zucman seit Jahren.

Erstaunlich: Die beiden Ökonomen fanden heraus, dass die Superreichen im Durchschnitt deutlich jünger sind, als es die vermögendsten Menschen in den 1960er-Jahren waren. Sprich: In den USA ist es möglich, früher denn je ein Vermögen anzuhäufen.

So, wie es Mark Zuckerberg gelungen ist. Oder auch der gerade einmal 30-jährigen Studienabbrecherin Elizabeth Holmes aus Washington. Sie gründete das Unternehmen Theranos, das einfach anwendbare Bluttests entwickelte. Sie beschäftigt rund 500 Mitarbeiter und hat mit ihren jungen Jahren bereits ein Vermögen von 4,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Platz 111 in der Liste der Superreichen.

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