Zwei-Kind-Politik: China rechnet mit drei Millionen Babys pro Jahr

Zwei-Kind-Politik: China rechnet mit drei Millionen Babys pro Jahr

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Chinas Ein-Kind-Politik: ein gutes Zeichen?

Das Ende der Ein-Kind-Politik wird laut Schätzungen chinesischer Behörden dazu führen, dass in der Anfangsphase pro Jahr „mehr als drei Millionen Kinder“ zusätzlich geboren werden.

Demnach soll die Zahl der Geburten in China von zuletzt 16,89 Millionen auf in der Spitze rund 20 Millionen Kinder pro Jahr steigen, das sagte Wang Pei'an, ein Sprecher der Kommission für Gesundheit- und Familienplanung, am Dienstag in Peking. Über 90 Millionen Frauen seien bald rechtlich in der Lage, ein zweites Kind zu bekommen. Die Zahl der Arbeitskräfte wird laut Behördenschätzung durch die neue Politik bis 2050 um 30 Millionen steigen.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

  • Immobilienblase

    Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

  • Schattenbanken

    Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

  • Faule Kredite

    Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

  • Überkapazitäten

    Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

  • Internationale Krisen

    Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Peking hatte Ende Oktober überraschend das Ende der seit über 30 Jahren geltenden Ein-Kind-Politik bekannt gegeben. Die Wende in der staatlich verordneten Familienpolitik erfolgte als Reaktion auf die schnelle Alterung des Milliardenvolkes und die rückläufige Geburtenquote. Experten bezweifeln jedoch, dass die neue Zwei-Kind-Politik tatsächlich die Ergebnisse liefert, die sich Peking wünscht.

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Zu hohe Kosten für die Lebenshaltung in den Städten und für die Ausbildung des Nachwuchses würden dazu führen, dass Eltern sich trotz des neuen Gesetzes gegen ein zweites Kind entschieden.

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