Berlin intern: Ministerien verweigern den Durchblick

10. März 2010
Ganz vorne beim Nichts: Das Bundeskanzleramt. Quelle: dpaBild vergrößern
Ganz vorne beim Nichts: Das Bundeskanzleramt. Quelle: dpa
von Thomas Sigmund Quelle: Handelsblatt Online

Bei Kampf gegen Spekulanten fordert die Bundesregierung mehr Transparenz: Anleger sollen genau wissen, mit welchen Finanzprodukten sie es zu tun haben und welche Personen dahinter stehen. Wer allerdings wissen will, wer auf der Seite der Bundesregierung arbeitet, steht oftmals vor verschlossenen Türen.

Transparenz ist das neue Zauberwort der Bundesregierung. Das gilt ganz aktuell im Kampf gegen Spekulanten. Die Anleger sollen ganz genau wissen, mit welchen Finanzprodukten sie es zu tun haben und welche Personen konkret dahinterstehen. Transparenz auf der ganzen Linie. Wer allerdings wissen will, wer auf der Seite der Bundesregierung arbeitet, steht in vielen Fällen schnell vor verschlossenen Türen. Manche Organigramme der Ministerien verraten, welcher Abteilungs- oder Referatsleiter für welches Thema zuständig ist. Doch die meisten schweigen sich darüber aus. Ganz durchsichtig sind etwa das Bundesfinanzministerium, das Innenministerium und das Wirtschafts- und Umweltressort.

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Ganze vorne beim Nichts liegt das Bundeskanzleramt, gefolgt vom Verteidigungsministerium. Das Arbeitsministerium nennt wiederum nur die Ministerin und die Staatssekretäre. Nichts erfährt man auch im Justizministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Entwicklungshilfeministerium. Vielleicht liegt es daran, dass wichtige Posten noch nicht besetzt sind und das auffallen würde. Andere Posten sind besetzt, aber auch das soll wohl keiner wissen.

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