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Deutlicher Anstieg: Ifo-Index klettert auf 18-Monats-Hoch

Quelle: Handelsblatt Online

Der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt weiterhin deutlich nach oben und überraschte die Volkswirte mit einem überraschend starken Anstieg. Auch die Erwartung der befragten Unternehmen zeigt steil aufwärts.

Es geht bergauf: Hans-Werner Sinn gab eine neuerliche Steigerung des Geschäftsklimaindex bekannt. Quelle: ap Quelle: handelsblatt.com
Es geht bergauf: Hans-Werner Sinn gab eine neuerliche Steigerung des Geschäftsklimaindex bekannt. Quelle: ap Quelle: handelsblatt.com

HB BERLIN. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Januar den zehnten Monat in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg überraschend deutlich auf 95,8 Punkte von 94,6 im Vormonat. Das teilte das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Dienstag zu seiner Umfrage unter 7000 Unternehmen mit. Damit setzte sich der im März 2009 begonnene Aufwärtstrend fort, das Barometer erreichte den höchsten Stand seit Sommer 2008. Die von Reuters befragten Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Anstieg auf 95,1 Zähler erwartet.

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Die Firmen schätzten sowohl ihre Geschäftslage als auch ihre Perspektiven für die nächsten sechs Monate besser ein als zuletzt. Der Ifo-Index gilt als wichtigster Indikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.

Analysten äußerten sich positiv: "Der zehnte Anstieg des ifo-Geschäftsklimas in Folge zeigt, dass die wirtschaftliche Erholung in Deutschland fortschreitet", schrieb Helaba-Expertin Viola Stork. "Auch der deutliche Anstieg der Geschäftserwartungen ist positiv zu werten."

Von einer positiven Überraschung sprach auch Heinrich Bayer von der Postbank: "Es gab einen kräftigen Zuwachs bei den Erwartungen. Es ist eine Idealkonstellation, dass beide Komponenten weiter steigen und dass die Erwartungen deutlich über der Lage liegen. Das signalisiert deutliches Wachstumspotenzial für die Wirtschaft."

Kritischer äußerte sich Gerd Hassel von der BHF-Bank. "Der Aufschwung geht voran", sagte der Fachmann: "Er dürfte zwar immer noch ziemlich schwach sein, dürfte sich aber binnen des nächsten halben Jahres verstärken. Ab der Jahresmitte könnten wir ein etwas stärkeres Wachstum sehen, darauf deuten die günstigeren Erwartungen hin. Vor allem die Exportaussichten werden günstiger beurteilt."

"Derzeit dürften wir aber kaum mehr als Stagnation haben. Der Ausdruck Aufschwung verbietet sich daher eigentlich, es ist eine Erholung, die wir sehen", so Hassel weiter. "Überwiegend liegen die Indikatoren zudem immer noch unter der Wachstumsschwelle."

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