25 Jahre Einheit: Deutschland wächst zusammen

25 Jahre Einheit: Deutschland wächst zusammen

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Im geteilten Deutschland entschied sich der Kampf der gegensätzlichen Systeme.

Wie tickt Deutschland 25 Jahre nach der Wende? Eine Studie fand heraus: Ein Großteil Deutschen bewertet die Wiedervereinigung als Erfolgsgeschichte – auch wenn einiges noch besser laufen könnte.

Deutschland, einig Vaterland? Vergangenes Jahr feierte Berlin den Fall der Mauer, im Oktober jährt sich die Wiedervereinigung zum 25. Mal. Doch trotz aller Feierlichkeiten hinkt Ostdeutschland in vielen Bereichen noch hinterher und die Westdeutschen schimpfen über den Solidaritätszuschlag. Es stellt sich die Frage: Sind die Deutschen zufrieden mit der Wiedervereinigung?

Ja, das sind sie, sagt eine Studie des Zentrums für Sozialforschung Halle im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums: Vier Fünftel der Deutschen sehen das Ende der Teilung als vorteilhaft. „Die Studie liefert klare Belege dafür, dass Ost und West seit der Wiedervereinigung im Sinne Willy Brandts zusammenwachsen“, sagt die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, es bleibe aber natürlich noch viel zu tun. Und auch viele der Befragten glauben, dass einiges noch falsch läuft im wiedervereinigten Deutschland.

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Vor allem die Bedingungen für soziale Gerechtigkeit, soziale Absicherung und den sozialen Zusammenhalt hätten sich nach 1990 verschlechtert, darin sind sich Ost- und Westdeutsche einig. Auch das Gesundheitswesen und der Schutz vor Verbrechen seien vor der Wende besser gewesen.

Doch trotzdem überwiegen für die meisten der Befragten die positiven Folgen des vereinigten Landes: 77 Prozent der Ostdeutschen sagen, persönlich von der Wende profitiert zu haben. So sehen das auch rund zwei Drittel der Westdeutschen.

 Die DDR kommt bei der Befragung eher schlecht weg: 70 Prozent der Ostdeutschen sind überzeugt, dass die DDR eine Diktatur war. Mit dem Begriff „Unrechtsstaat“ tun sich trotzdem immer noch viele schwer – nur knapp die Hälfte der Befragten aus den neuen Ländern teilt diese Bewertung.

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Bedenklich ist, dass viele Ostdeutsche in der Bundesrepublik nicht ihre politische Heimat sehen: Nur die Hälfte der Befragten aus den neuen Ländern fühlt sich im wiedervereinigten Deutschland „politisch zu Hause“, gegenüber drei Vierteln der Westdeutschen. Diese Einschätzung ist jedoch sozialisationsbedingt, wie ein Blick auf die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen zeigt: Bei ihnen Meinungsbild mit 65 Prozent im Osten und 64 Prozent im Westen fast identisch.  „Hier hat ganz offenkundig der Generationenwechsel eine Annäherung der Einstellungen bewirkt“, sagt Ostbeauftragte Gleicke.

Auch bei der Bewertung der DDR sind sich die Jungen einig: Sie sehen das realsozialistische Strukturmodell kritischer als der Durchschnitt und das wiedervereinigte Deutschland positiver als die Alten. Die Wiedervereinigung wird also nicht nur als Erfolgsgeschichte gesehen - sie ist auch in den Köpfen der jungen Menschen angekommen.

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