Änderung der Rabattverträge: Ab Februar müssen sich Patienten bei Medikamenten umstellen

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Änderung der Rabattverträge: Ab Februar müssen sich Patienten bei Medikamenten umstellen

Ab ersten Februar heißt es wieder: "Da gibt's auch was von Ratiopharm." Bei den einzelnen Kassen gibt es - je nach Vertrag mit den Pharmakonzernen - wieder neue Mittel als erste Wahl. Dabei waren die Kosten für Medikamente niedriger als gedacht.

"Aber ich hatte doch immer eine blaue Packung mit orangen Tabletten. Warum soll ich denn jetzt Tropfen aus einer grünen Flasche nehmen?" So oder so ähnlich werden ab Freitag wieder zahlreiche Gespräche in Apotheken ablaufen. Denn zum Monatswechsel müssen sich viele gesetzlich Krankenversicherte erneut auf neue Arzneimittel einstellen. Die Krankenkassen stellen ihre Rabattverträge um: Der günstigste Anbieter bekommt den Zuschlag und der Kunde das günstigere Präparat.

Der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Fritz Becker, sagte dazu: „Millionen Patienten müssen im Laufe der Jahre immer wieder umgestellt werden, wenn alte Rabattverträge auslaufen und neue in Kraft treten.“ Gerade chronisch kranke und ältere Menschen, die Form und Farbe ihrer Tabletten genau kennen, seien bei neuen Präparaten oft verunsichert.

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Denn wer keinen Vertrag mit Bayer hat, zahlt seinen Versicherten eben kein Aspirin, sondern ein anderes, schmerzstillendes Präparat mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Aspirin ist zwar nicht verschreibungspflichtig, aber auch bei den vom Arzt verordneten Medikamenten gibt es oft verschiedene Mittel mit demselben Wirkstoff. Die Apotheker müssen dann das Mittel abgeben, für das die Kasse mit einem Hersteller den Preisnachlass verabredet hat. Seit dem 1. April 2007 sind sie dazu verpflichtet. Heißt: Nur weil der Arzt Medikament A verschrieben hat, muss der Patient das Mittel noch lange nicht bekommen. Je nach Rabattvertrag gibt es stattdessen Mittel B, C oder D.

Bei der Techniker Krankenkasse mit ihren mehr als acht Millionen Versicherten gelten Rabattverträge für mehr als 20 Wirkstoffe, darunter so weit verbreitete wie Acetylcystein oder Budesonid. Mehr als 40 Betriebs- und Innungskrankenkassen hatten zudem angekündigt, ihre rund acht Millionen Versicherten zum 1. Februar mit neuen Rabatt-Arzneimitteln für mehr als 150 Wirkstoffe zu versorgen.

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