Ärzte erhalten mehr Geld: Einigung nach stundenlangen Verhandlungen

Ärzte erhalten mehr Geld: Geschlossene Praxen trotz Honorar-Einigung

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Einigung nach stundenlangen Verhandlungen

Nach langen Verhandlungen haben sich Ärzte und Krankenkassen auf Honorarerhöhungen geeinigt. Quelle: dapd
Nach langen Verhandlungen haben sich Ärzte und Krankenkassen auf Honorarerhöhungen geeinigt. Quelle: dapd



Nach dem Verhandlungsmarathon über die Ärztehonorare zeigten sich KBV-Chef Andreas Köhler und der stellvertretende GKV-Vorsitzende Johann-Magnus von Stackelberg zufrieden. Nach ihrer Darstellung soll die sogenannte Grundversorgung um 270 Millionen Euro steigen, wie bereits in ersten Verhandlungen entschieden worden war. Ferner sollen die Kosten für die Psychotherapie zukünftig aus dem Gesamtbudget herausgelöst werden.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) bezeichnete die Einigung von Krankenkassen und Ärzten als "eine tragbare Grundlage für Ärzte, Patienten und Beitragszahler". Auf dieser Basis würden nun die Details geklärt. "Jetzt geht es darum, den gefundenen Kompromiss so umzusetzen, dass die gute medizinische Versorgung für die Menschen in Deutschland gewährleistet und weiter verbessert wird", sagte Bahr.

Kritik an Praxisschließungen

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AOK-Chef Uwe Deh kritisierte die für Mittwoch geplanten Praxisschließungen scharf. Die freien Ärzteverbände schadeten damit vor allem den Patienten, die auf eine reibungslose Versorgung angewiesen seien, sagte Deh im Interview der Nachrichtenagentur dapd. "Jeder, der jetzt meint, weiter auf Protest und Verunsicherung der Menschen setzen zu müssen, ist auf dem falschen Weg." Wichtig sei umso mehr, "dass die, die am Verhandlungstisch sitzen, zu einer Einigung gekommen sind".

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Der Sprecher der Allianz deutscher Ärzteverbände, Dirk Heinrich, sagte im Morgenmagazin der ARD, die Einigung ändere an den Problemen nichts. Die Ärzte wollten nicht den Eindruck entstehen lassen, mit der Verständigung sei bereits alles erreicht. "Das klarzumachen, darum geht es am heutigen Tag".

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 09.10.2012, 23:37 UhrJens

    Diese Erpressung der Versichertengemeinschaft durch mafiöse Ärztevertretungen ist ein Skandal. Warum bleiben die Krankenkassenverteter nicht standhaft und akzeptieren nur eine Erhöhung, die sich am durchschnittlichen Zuwachs der Versicherteneinkommen orientiert? Weil sie doch gemeinsam mit den Ärztevetretern wie Fettaugen auf den Beiträgen der Versicherten schwimmen. In den Führungsetagen beider Seiten genehmigt man sich obszöne Gehälter, von denen selbst ein Bundeskanzler nur träumen kann. KBV Chef Köhler genehmigt sich 350'000 € im Jahr, der Bundeskanzler bekommt 190'000 €. Bubi Bahr hat mal kurz scheinheilig aufgemuckt, dann wurde er in seine Geringverdiener-Ecke zurückgeschickt. So wird das nichts. Ärzte die streiken, gehört die Kassenzulassung entzogen, fertig. Der Streikwille erlahmt schnell, wenn die Hängematte auf einmal weg ist. Der Arztberuf ist wie jeder andere Beruf zu betrachten und kein Privileg auf einfach zu erstreikenden Reichtum. Mir tun die Ärzte leid, die sich um ihre Patienten kümmern wollen und kaum über die Runden kommen. Aber das liegt bekanntlich nicht an zuwenig Geld, sondern ist schlicht ein internes Geldverteilungsproblen der Ärzteselbstverwaltung. Man sollte denen erst wieder mehr Geld zugestehen, wenn sie ihre internen Probleme gelöst haben.

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