AfD-Chefin: Frauke Petry verzögerte die Insolvenz

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AfD-Chefin: Frauke Petry verzögerte die Insolvenz

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Bernd Lucke spricht mit Frauke Petry.

Die sächsische Spitzenkandidaten der Alternative für Deutschland (AfD) steht vor der Privatinsolvenz. Zuvor scheiterte bereits Frauke Petrys Unternehmen Purinvent.

Nachdem ihr Unternehmen Purinvent pleite ging, steht die AfD-Spitzenpolitikerin Frauke Petry nun auch vor einer privaten Insolvenz. Dies berichtet die "Zeit". Im Gespräch mit der Wochenzeitung gab die Politikerin zu, ihre Insolvenz bis nach der Bundestagswahl verzögert zu haben.

Purinvent hatte bereits Ende 2013 Insolvenz anmelden müssen. Die Firma, deren Geschäftsführerin Petry nach wie vor ist, stellt ein neuartiges Kunststoffgemisch als Füllmaterial für besonders verschleißanfällige Reifen her. Nach der Insolvenzanmeldung war Purinvent von einer Investorengruppe übernommen worden.

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Die wichtigsten Köpfe in der AfD

  • Bernd Lucke

    Professor, Gründer des Plenums der Ökonomen

    Der 51-Jährige wurde bei Gründung der AfD ihr Sprecher. Der Vater von fünf Kindern lehrt Makroökonomie an der Universität Hamburg. Über 300 Wissenschaftler schlossen sich seinem „Plenum der Ökonomen“ an, das als Netzplattform Wirtschaft erklärt. Nach 33 Jahren trat Lucke Ende 2011 aus der CDU aus. Er trat als Spitzendkandidat der AfD für die Europawahlen an und wechselte im Sommer 2014 nach Brüssel.

  • Beatrix von Storch

    Anwältin, Gründerin der Zivilen Koalition

    Die Juristin, die zunächst 2012 Mitglied der FDP war, ist seit 2013 Mitglied der AfD. Sie wird dem rechtskonservativen Flügel der Partei zugerechnet. Sie engagiert sich neben der Euro-Rettung vor allem für eine christlich-konservative Familienpolitik. Am 25. Januar 2014 wurde von Storch vom Bundesparteitag der AfD in Aschaffenburg mit 142 von 282 Stimmen auf Platz vier der Liste zur Europawahl gewählt - und zog anschließend ins Europaparlament ein.

  • Joachim Starbatty

    Emeritierter Professor für Volkswirtschaft

    Im Kampf gegen den Euro hat er die größte Erfahrung: 1998 klagte er gegen dessen Einführung vor dem Bundesverfassungsgericht, 2011 gegen die Rettungsmaßnahmen. Der 72-Jährige, einst Assistent von Alfred Müller-Armack, führt den wissenschaftlichen Beirat der AfD – so etwas hat keine andere Partei.

  • Frauke Petry

    Promovierte Chemikerin und Unternehmerin

    Nach dem Studium gründete die Mutter von vier Kindern 2007 ihr eigenes Chemieunternehmen Purinvent in Leipzig – mit dem Patent auf ein umweltfreundliches Dichtmittel für Reifen. Sie fürchtet, ihre demokratischen Ideale würden „auf einem ideologisierten EU-Altar geopfert“. Seit 2013 ist sie eine von drei Parteisprechern und Vorsitzende der AfD Sachsen

  • Konrad Adam

    Journalist, Publizist, Altsprachler und Historiker

    Bei den bürgerlichen Blättern – 21 Jahre im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen“, sieben Jahre als politischer Chefkorrespondent der „Welt“ – erwarb er sich den Ruf als konservativer Vordenker. Sozial-, Bildungs- und Wissenschaftspolitik sind auch im Sprecheramt der AfD seine Schwerpunkte.

  • Alexander Gauland

    Beamter, Politiker, Herausgeber, Publizist

    Der promovierte Jurist leitete die hessische Staatskanzlei unter CDU-Ministerpräsident Walter Wallmann. Dann Geschäftsführer und Herausgeber der „Märkischen Allgemeinen“ in Potsdam. Führte die brandenburgische AfD bei den Landtagswahlen zu einem überraschend starken Ergebnis und führt nun die Fraktion im Landtag an.

Petry räumte ein, gebangt zu haben, ob sie die Insolvenz ihrer Firma bis nach der Bundestagswahl 2013 würde hinauszögern können, ohne damit Gesetze zu verletzen. In der AfD gab es Befürchtungen, dass Petrys Scheitern Auswirkungen auf den Erfolg der Partei bei der Wahl haben könnte. Die AfD betont gern ihre Wirtschaftskompetenz. Tatsächlich hatte Purinvent dann erst im November 2013 die Insolvenz angemeldet.

Weitere Artikel

Frauke Petry ist neben Bernd Lucke Bundesvorsitzende der AfD und tritt bei den Landtagswahlen in Sachsen am 31. August als Spitzenkandidatin an. Umfragen prognostizieren ein Ergebnis von mindestens sechs Prozent der Wählerstimmen für die AfD.

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