AfD-Umfragewerte : Neuer Spitzenwert für die AfD

AfD-Umfragewerte : Neuer Spitzenwert für die AfD

Bild vergrößern

Ein Bildschirm mit dem Wahlplakat der AfD Sachsen-Anhalts im Januar 2016 in Wittenberg (Sachsen-Anhalt).

Die "Alternative für Deutschland" (AfD) ist bei fast allen Umfragen mittlerweile zweistellig und legt in der Wählergunst weiter zu. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die rechtskonservative Partei auf 13 Prozent.

Die AfD legt einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter zu. Wie eine Erhebung des Meinungsforschungsinstitutes Insa im Auftrag der "Bild"-Zeitung ergab, kommt die Partei auf einen Höchststand von 13 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. CDU/CSU verharren bei 32,5 Prozent. SPD (23 Prozent) und Grüne (zehn Prozent) gewinnen je einen halben Punkt dazu. Die Linke dagegen gibt einen Punkt auf neun Prozent ab, die FDP einen halben Punkt auf sechs Prozent. Für den Insa-Meinungstrend wurden dem Blatt zufolge vom 22. bis zum 25. Januar insgesamt 2047 Wahlberechtigte befragt.

Mittlerweile kommt die AfD in fast allen Umfragen auf einen zweistelligen Wert. In einer Emnid-Erhebung vom Wochenende landen die Rechtspopulisten sogar auf dem dritten Platz, vor Grünen und Linkspartei. Der Aufstieg der Partei wirkt derzeit auf den ersten Blick unaufhaltsam - mit gravierenden Auswirkungen nicht nur auf die fünf Landtagswahlen in diesem Jahr. CSU-Chef Horst Seehofer warnte am Sonntag düster vor einem Debakel der Union bei der Bundestagswahl 2017, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesregierung ihre Flüchtlingspolitik nicht änderten.

Anzeige

Rechtspopulisten Geschenke für die AfD

Malu Dreyer, Julia Klöckner, Angela Merkel, Sigmar Gabriel – sie alle schenken sich nichts, wenn es darum geht, die Rechtspopulisten stark zu machen. Eine Anklage.

Rechtspopulisten: Geschenke für die AfD

Dass die AfD zu einem zentralen Faktor der politischen Auseinandersetzung wird, gilt mittlerweile als unstrittig. Denn der erwartete Einzug zumindest in die Landtage in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bei den Wahlen am 13. März ändert dort die Koalitions-Arithmetik. Dafür wird aber heftig sowohl über die Gründe, die weitere Entwicklung als auch den Umgang mit der Partei gestritten. SPD, Linkspartei und Grüne geben der Union eine Mitschuld. Die CSU attackiert Merkel. In der CDU-Spitze wiederum machen die meisten Politiker Seehofer und die CSU für den AfD-Aufstieg verantwortlich.

"Keine Frage, es gibt einen echten Seehofer-Effekt", sagt auch Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Denn die bayerische Regionalpartei nähre systematisch den auch von der AfD erhobenen Vorwurf, dass die Politik die Flüchtlingskrise nicht in den Griff bekomme. Seehofer wies die Mitverantwortung am Montag erwartungsgemäß zurück: "Wir sind nicht der Verursacher der heutigen Lage, der Verursacher ist Berlin." Emnid-Wahlforscher Torsten Schneider-Haase sieht generell das Problem für die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD, dass ungeduldige Wähler von ihnen nun einmal Lösungen erwarteten - möglichst einfache noch dazu. Deshalb fallen sowohl CDU als auch SPD in den Umfragen für die Landtagswahlen zurück.

Streit über rassistische Äußerung Höcke spaltet die AfD

Der Streit über den radikal rechten Thüringer Landeschef Björn Höcke wird zur Zerreißprobe für die AfD. Die Bundesvorsitzende Petry gerät zusehends in die Kritik. Höcke-Verteidiger wie -Gegner machen mobil.

Frauke Petry, Parteivorsitzende der AfD, will Björn Höcke am liebsten die Rote Karte zeigen. Quelle: dpa

Wie soll man mit der AfD umgehen?

Weil die AfD nun in allen Umfragen deutlich über der Fünf-Prozent-Grenze liegt und bei Emnid bundesweit im zweistelligen Bereich gesehen wird, stellt sich für die traditionellen Parteien immer stärker die Frage des richtigen Umgangs. In Sachsen hatte es bereits vor Monaten eine heftige Debatte über die Frage der Auseinandersetzung mit den Pegida-Anhängern gegeben, die als eine Art außerparlamentarische Bewegung für die AfD, aber auch klar rechtsradikale Parteien angesehen wird.

Angeheizt wurde die Debatte vergangene Woche, als der Südwestrundfunk (SWR) entschied, zu den Spitzen-Talkrunden vor den Wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg nur die im Landtag vertretenen Parteien einzuladen - also unter anderem nicht die AfD. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Grünen hatten zuvor gedroht, der Runde fernzubleiben, sollte die AfD teilnehmen. "Das sichert der AfD schon mal zwei, drei Prozent der Stimmen als Opfer-Bonus", kritisiert ein CDU-Vorstandsmitglied. Schließlich lebe die Partei von dem Vorwurf, dass sie ausgegrenzt werde.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%