AfD-Vize: Gauland nennt Merkel „Kanzlerin-Diktatorin“

AfD-Vize: Gauland nennt Merkel „Kanzlerin-Diktatorin“

, aktualisiert 05. Juni 2016, 09:18 Uhr
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Erneut sorgt der AfD-Vize mit provokanten Aussagen für Wirbel.

Quelle:Handelsblatt Online

Alexander Gauland sorgt erneut für Wirbel. Bei einer Veranstaltung bezeichnete der AfD-Vize Angela Merkel als „Kanzlerin-Diktatorin“. In seiner Rede bediente sich Gauland zudem mehrfach eines NPD-Slogans.

BerlinDer AfD-Vizevorsitzende Alexander Gauland hat mit einem Slogan der rechtsradikalen NPD die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert. Gauland berief sich bei einer Rede im brandenburgischen Elsterwerda mehrmals zustimmend auf den Satz: „Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land.“

In einem Video der Rede vom Donnerstag, das auf Youtube veröffentlicht wurde, ist zu sehen, wie Gauland den Slogan von einem Schild abliest, das ein Zuhörer hochhält. Diese Parole ist laut bayerischem Verfassungsschutz gleichlautend in der Vergangenheit von der rechtsradikalen NPD benutzt worden und gehört zu „typischen Redemustern der rechtsextremistischen Szene“. Über Gaulands Äußerungen berichtete zuerst die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

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Gauland bezeichnete Merkel als „Kanzlerin-Diktatorin“. Er warf den Parteien im Bundestag vor, sie verträten „eine Politik der menschlichen Überflutung“. Es handele sich um den „Versuch, das deutsche Volk allmählich zu ersetzen durch eine aus allen Teilen dieser Erde herbeigekommene Bevölkerung“.

Gauland ging auch erneut auf seine umstrittene Äußerung zum Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng ein. Er habe „etwas Richtiges gesagt, aber ein falsches Beispiel gewählt“, sagte der AfD-Vize. Vor einer Woche hatte er einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, als er sagte: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

Die Äußerung zu Boateng lässt die Partei in der Wählergunst sinken. Im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die „Bild am Sonntag“ verliert die AfD zwei Punkte und kommt auf zwölf Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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