Entsprechend sind stabil rund 70 Prozent der höheren Sozialschichten mit ihren wirtschaftlichen Verhältnissen zufrieden, aber nur etwa 40 Prozent der Mittelschicht und 20 Prozent der unteren Sozialschichten.
Dabei ist laut Köcher die überwältigende Mehrheit überzeugt, dass der Auftrag des Staates nicht in der Begrenzung von Verdienst und Vermögen liegt, sondern in der Verhinderung von sozialem Abstieg und Armut. So halten es knapp drei Viertel der Bevölkerung im Interesse der Verteilungsgerechtigkeit für besonders wichtig, dass der Staat alles tut, um Armut zu verhindern und die Belastung der unteren sozialen Schichten durch Steuern und Abgaben zu verringern. 68 Prozent halten es für besonders wichtig, dass ein Mindesteinkommen sichergestellt ist – sei es durch Mindestlöhne oder Kombilöhne. Die Bevölkerung denke bei Gerechtigkeitsdebatten vor allem an die sozial Schwächeren und erwartet dort das Engagement der Politik, folgert Köcher.
Aus der WirtschaftsWoche 1|2/2007.












