Allensbach: Internet bremst Interesse der Jüngeren an Politik und Wirtschaft

exklusivAllensbach: Internet bremst Interesse der Jüngeren an Politik und Wirtschaft

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Laut einer aktuelle Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Allensbach interessiert sich die junge Generation immer weniger für politische und wirtschaftliche Fragen. Das liegt auch am unterschiedlichen Umgang mit Informationen.

von Bert Losse

Das Interesse an Politik und Wirtschaft ist in Deutschland immer stärker altersgebunden. Jüngere Menschen interessieren sich weniger für Politik als vor 20 Jahren.

Die junge Generation interessiert sich immer weniger für politische und wirtschaftliche Fragen, während das Interesse bei den Älteren zugenommen hat. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Allensbach, über die die WirtschaftsWoche exklusiv berichtet.

„Das Interesse an Politik und Wirtschaft ist in Deutschland immer stärker altersgebunden. Jüngere Menschen interessieren sich weniger für Politik als vor 20 Jahren, die 60-Jährigen und Älteren immer mehr. Mitte der Neunzigerjahre waren 67 Prozent der 20- bis 29-Jährigen zumindest begrenzt an Politik interessiert, heute nur noch 57 Prozent“, schreibt Allensbach-Chefin Renate Köcher in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Im selben Zeitraum sei der Anteil der politisch Interessierten bei über 60-Jährigen von 73 auf 82 Prozent gestiegen.

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Ähnlich sieht es bei ökonomischen Fragen aus. „Während sich das Interesse an Wirtschaftsthemen in der Bevölkerung insgesamt wenig verändert hat, ist es bei unter 30-Jährigen in den vergangenen 20 Jahren von 47 auf 37 Prozent gesunken“, schreibt Köcher. Generell habe „sich das Interessenspektrum der Jüngeren verengt“. Nimmt man das Jahr 2000 als Ausgangsbasis, liege  das Interesse an Umweltthemen rund 25 Prozent unter dem damaligen Niveau, mit Wissenschafts- und  Forschungsthemen wollen sich 34 Prozent weniger beschäftigen.

Verantwortlich macht Köcher dafür das Internet. „Das Informationsverhalten verändert sich grundlegend. Die Information im Netz erfolgt selektiver. An die Stelle der regelmäßigen Information tritt zunehmend die Information bei Bedarf. Es werden vor allem Informationen abgerufen, die von vornherein interessieren, das meiste andere wird ausgeblendet“, schreibt die Demoskopin.Es mache jedoch „einen großen Unterschied, ob man sich kontinuierlich mit politischen und wirtschaftlichen Themen beschäftigt oder sporadisch und anlassgetrieben“. Der Prozess einer allmählichen Annäherung an Themen komme „teilweise nicht mehr in Gang, weil sich schon Kinder und Jugendliche an eine scharfe Selektion entlang ihrer bestehenden Interessen gewöhnen“.



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