Kommentare zu: Die Mehrheit sieht die Marktwirtschaft kritisch

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11 Kommentare
  • 10.11.2012, 13:59 Uhrmelitaz

    Die Verneinung der Marktwirtschaft kann sich ein Volk nur dann leisten, wenn es über einen gewissen Wohlstand verfügt! Außerdem wird vergessen, dass in das deutsche Modell der Marktwirtschaft eine soziale Komponente eingebaut ist. Doch diese wird leider immer weiter ausgedehnt, weil das Volk glaubt, darauf einen leistungslosen Anspruch zu haben, und die Politiker aus wahltaktischen Gründen diese Ansprüche ünterstützen. Wenn man diesen Gedanken weiter entwickelt, kann einem für die Zukunft Angst und Bange werden, weil alle auf Umverteilung setzen, und niemand fragt, wer die dazu notwendige Leistungen erbringt! Heute wird schon gestöhnt, wenn der Arbeitstag mal länger als 8 Stunden dauert, der Weg zur Arbeit mehr als 5 km beträgt und das Entgelt als unangemessen empfunden wird. Mit dieCJ7ser Einstellung, können wir unseren sozialen Abstieg sehr planbar machen und dann werden wir uns nach den "paradiesischen Zeiten" der sozialen Marktwirtschaft zurück sehnen, doch dann ist es zu spät!

  • 10.11.2012, 14:26 Uhrmorgehan

    Vielleicht rührt der Trend auch lediglich auf unserer altermden Gesellschaft? Alte Menschen möchten ja gerne an die Hand genommen werden und jemanden haben, der für Grechtigkeit sorgt. Ich persönlich verstehe schon nicht den Ausdruck "soziale Geechtigkeit", vielleicht soll dies ein garantiertes Mindesteinkommen bedeuten? Niemand ist gehindert 10 oder 20% seines Einkommens an Hilfsbedürftige zu verteilen, aber er wird vermutlich Probleme haben solche Menschen zu finden, die ihm dann würdig erscheinen, die Unterstützung zu erhalten. Die Idee, einen Anspruch auf ein komfortables Leben zu haben, ohne selbst durch eigene Anstrengung dafür zu sorgen führt - wie vielfach in der Geschichte bewiesen - sicher zu Unfreiheit und sinkendem Wohlstand. Vom Vermögen der "Reichen" kann man nur sehr kurz gut leben

  • 10.11.2012, 14:28 Uhrmorgehan

    Vielleicht hängt es nur mit der Alterung unserer Gesellschaft zusammen? Mehr Leute brauchen Fürsorge?

  • 10.11.2012, 15:30 Uhrpedro

    Kein Wunder, wenn der Markt in die Wirtschaft geht und sich die Birne voll knallt und bezahlen, darf es der Arbeiter.
    Reiche zahlen nie, ein Gesetz der Marktwirtschaft.

  • 10.11.2012, 19:09 Uhrxxx

    Ich bin ebenfalls kein Anhänger des "hiesigen Wirtschaftssystems", eben weil es KEINE Marktwirtschaft ist, sondern ein VÖLLIG pervertiertes System.
    Es ähnelt für mich immer mehr einer planwirtschaftlich zementierten Mischung aus Kleptokratie und Beamtenstaat, in dem der normale Bürger, Steuerzahler und Mittelständler um seine Existenz bangen muss, während selbsternannte politische Eliten, Lobbyistenverbände, Konzernbosse und schleimige Banker die Regeln bestimmen und sich ihren Markt zurechtbiegen.
    In unserer postdemokratischen Gesellschaft mit einem unersättlichen Staat nebst Oligopolen, Monopolen und staatlich diktierten Preisregelungen und immer fetteren Pfründen, vom Schornsteinfeger bis GEZ, IHK und EEG, kann der freie Markt nur eine Chimäre sein und nur als Vorwand dienen, um dem Normalverdiener eine nicht existierende Leistungsgerechtigkeit vorzugaukeln, ihn mit Brot und Spielen und aufgestockten Hungerlöhnen bei Laune zu halten, bis er vielleicht mal als kostenloser Organspender von Nutzen sein kann. So, dies meine Meinung.

    • 10.11.2012, 22:14 Uhrmanni24

      Leider hat diese Erkenntnis nur eine Minderheit. Das ist vergleichbar mit der Verunglimpfung des Kapitalismus. Fast jeder hat aufgrund der ahnungslosen Marktschreier der Presse eine Meinung zum bösen Turbokapitalismus, ohne überhaupt nur andeutungsweise zu wissen, um was es geht.

      Willkommen im Sozialismus auf dem Weg zum KOmmunissmus.

  • 10.11.2012, 19:22 UhrSam

    Kleine und große Ursachen
    Zu den den kleinen Ursachen zähle ich die Deregulierung und den mangelhaften Verbraucherschutz. Wieso kann man seinem Telefonvertrag in dem Shop in dem man den Vertrag abgeschlossen hat nicht einfach wieder kündigen? Obendrein noch Tarifwirrwarr nicht nur beim Telefon sondern auch beim Strom, Gas, Versicherungen etc. Viele Menschen fühlen sich teilweise zu recht abgezockt und machen dafür die Marktwirtschaft verantwortlich obwohl es nur Politik versagen ist.
    Zu den großen Gründen zähle ich den stetigen und spürbaren Wohlstandsverlust. Trotz drastisch erhöhter Arbeitszeiten bei sinkendem Sozialstandart bleibt weniger zum Leben übrig. Dieser Abwärtstrend ist seit der Wiedervereinigung spürbar. Mit dem Euro und dem daraus resultierenden Problemen wird weiter Vertrauen verspielt. So glauben viele das ungezügelter Kapitalismus für die Probleme verantwortlich ist die in Wirklichkeit die Währungsunion und damit die Politik verursacht haben.

  • 11.11.2012, 04:14 UhrJoselyn

    Frau Merkel und Co haben Deutschland zu einem Billiglohnland werden lassen, durch die Dumpinglöhne und Zeitarbeit. Unternommen dagegen wurde nichts, von keiner Partei. Wirtschaft und Industrie sind zufrieden und haben mehr Geld übrig zum "Spenden" und für ihre eigenen Taschen. Die wollen gar keine Facharbeiter in großen Mengen, die können ja mehr Gehalt verlangen als jemand, der in dem Beruf nicht ausgebildet ist.

    Die Kehrseite ist, dass die Bevölkerung kein Geld mehr hat zum konsumieren und durch die Minilöhne auch nur Ministeuern in die Kassen gezahlt werden.

    Immer mehr Menschen werden und sind arbeitslos oder erhalten nur Minimallöhne. Wir haben 1,5 Millionen arbeitslose Jugendliche, bereits jetzt gehen 120.000 Rentner arbeiten, weil sie sich mit ihrer Rente nicht einmal den Lebensunterhalt sichern können.

    Second Magazine vom 08.04.12:
    Aufgrund des Artikels (Thema Arbeitslosigkeit in Deutschland) hatten wir eine tiefergehende Analyse vorgenommen, und wir kamen zu dem Schluss, das darf doch nicht wahr sein:
    5,4 Millionen Menschen empfangen ALG I+II. (Statistisches Bundesamt)
    8,8 Millionen Menschen ernähren sich unterhalb des Mindestlohnes (DGB 14.03.12)
    18 Millionen Menschen bekommen Geld zur Grundsicherung (Statistisches Bundeamt)
    nicht weniger als 32 Millionen Menschen haben im Monat weniger als 400,00 €. Das lässt sich auch nicht mit den immer wieder gefälschten Zahlen beschönigen.

    Zudem sind im Jahr 2010 31.998 Firmen pleite gegangen, im Jahr 2011 30.099 Firmen und man liest in der Presse ständig von weiteren Entlassungen.

    Mir persönlich kommt sie aktuelle Situation so vor, wie seinerzeit in den 1920/30er Jahren, vor der Weltwirtschaftskrise. Auch da wurden im Rahmen der Industriealisierung (heute halt Computer) tausende Menschen entlassen und das System brach zusammen. Einen kleinen Börsencrash hatten wir ja schon. Das kommt davon, wenn ein Staatsoberhaupt nur zur Außenpolitik schaut, aber im eigenen Land nichts tut.

  • 11.11.2012, 11:46 UhrJoker1

    Zum tausensten Male:
    Kohl, Waigel, Schröder, Fischer ff. sind schuld am Niedergang
    Deutschlands!
    Einführungskurs des Euro: 1:1.95583 = halbierung der Einkommnen,
    Renten, Ersparnisse der Normalbürger!
    Die Jungend wird zum Wahlvieh ohne Perspektiven herangezüchtet, als
    Sklaven.
    Die Politkaste und die sie hoffierende und finanzierenden Bimbesquellen konnten und können Ihre Einkommen fast beliebig anpassen. Die Globalisierung macht aus dem Deutschen Volk die
    Looser der Welt. Jeder Balkanbürger, Rumäne, Bulgare Kosovaner usw.
    wird in Deutschland und dem Vorwand von Verfolgung usw. aufgenommen
    und mit HartzIV beglückt. Wohl gemerkt zum Teil aus EU-Mitgliedsstaaten.
    Wo kommen wir hin? Wir unterstützen Griechenland, Spanien usw.
    die über Target2 Ihre Fußballvereine durch uns finanzieren.
    Die Wahl 2013 wird hoffentlich ein ENDE mit diesen kriminellen
    Machenschaften machen. Ein Ministerpräsident, der Milliarden in
    den Sand gesetzt hat tritt wegen Lustlosigkeit zurück, bei vollen
    Pensionsansprüchen? Man wird in Deutschland eine neue Radikalität
    erleben, gegen die der Terror der BM-Bande ein geiles Vergnügen
    war.

  • 11.11.2012, 13:34 UhrWegweiser

    Die Menschen stehen der Marktwirtschaft nicht kritisch gegenüber. Zu einer Marktwirtschaft gehören ein Rechtsstaat, der die bürgerlichen Rechte und Freiheiten garantiert. Ebenso eine Demokratie, die dem Wohl und dem Nutzen der Bürger verpflichtet ist.

    Wenn Banken pausenlos und bedingungslos gerettet werden, dazu eine nicht funktionsfähige Pleitewährung am Leben erhalten werden muss, wenn rechtsstaatliche Grundsätze (siehe BVerfG-Urteil Euro) mißachtet werden, sich unsere nationales Rechtssystem europäischen Normvorgaben beugen muss (obwohl die bindenden Maastrichter Verträge andere Vorgaben machten), so darf man von einer Demokratie-, Rechtsstaats- und auch Ökonomiekrise reden, die durch eine Entrechtung, durch eine De-facto-Enteignung und Entmündigung gekennzeichnet ist. Demokratische Teilhabe und auch Selbstbestimmung sind elementare Güter.

    Und dies sieht auch die große Vielzahl aller Bürger in Deutschland so. Man könnte es auch als ein demokratisches Bewußtsein bezeichnen.

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