exklusivAllensbach-Umfrage: Mehrheit der Deutschen sieht sich durch NSA-Attacken nicht bedroht

02. November 2013

Die Mehrheit der Bundesbürger ist wegen der Abhöraktion des US-Geheimdienstes NSA besorgt, eine überwältigende Mehrheit glaubt allerdings nicht, dass die Abhörmaßnahmen für sie persönliche Nachteile haben.

„Die Betroffenheit hält sich in Grenzen, auch wenn die Vorgänge von der Mehrheit kritisch gesehen werden“, schreibt Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, in einem Exklusiv-Beitrag für die WirtschaftsWoche. Nach einer Umfrage für das Magazin können sich 76 Prozent der Bundesbürger nicht vorstellen, dass ihnen durch die Abhöraktion des US-Geheimdienstes persönliche Nachteile entstehen. Dennoch sind 24 Prozent der Deutschen über die Abhöraktion der NSA „sehr besorgt“, 32 Prozent „etwas besorgt“. 44 Prozent halten die aktuelle Diskussion hingegen für überbewertet. Sie können sich nicht vorstellen, dass irgendetwas aus ihrem Leben für den amerikanischen Geheimdienst interessant sein könnte.

Anzeige

Dass die NSA-Skandale nicht für weitaus mehr Unruhe bei den Deutschen sorgen, liegt nach Ansicht von Renate Köcher auch am generellen Fatalismus, der sich im Zuge der technologischen Entwicklung in der Bevölkerung breitgemacht habe. 57 Prozent befürchten, ihre Daten seien im Internet nicht geschützt. Nur 17 Prozent der Bundesbürger vertrauen darauf, dass der Staat sorgsam mit ihren Daten umgeht. Lediglich 16 Prozent der Internet-Nutzer halten es daher für unbedenklich, persönliche Daten ins Netz zu stellen. „Die meisten misstrauen hier der Wirtschaft ebenso wie dem Staat“, sagt Köcher. Sie glaubten, dass der Staat im Zuge der technologischen Entwicklung die Bürger immer stärker überwacht. Die Geheimdienstaffäre werde die Bürger aber kaum davon abhalten, weiter soziale Netzwerke mit ihren Kommunikationsvorteilen zu nutzen.

Anzeige
Kommentare | 3Alle Kommentare
  • 02.11.2013, 14:36 UhrSchatten01011

    Das ist wohl nicht die erste gefakte Umfrage zur Stimmungsmache, Allensbacher ist also auch raus aus dem Club der Unbefangenen.
    Alleine die Fragestellung der Umfrage zeigt, dass man nur einen gewissen gleichgerichteten Antworten-Pool zur Verfügung bekommt.
    Solchen meinungsmachenden Pseudo-Demokraten sollte man das Handwerk verbieten.

  • 02.11.2013, 15:41 UhrGrauhut

    Die Allensbacher "messen" schon ewig seltsame Werte! :)

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8906543.html

  • 04.11.2013, 09:23 Uhrpit

    Eine typische Umfrage: Fühlen sie sich von einem Hund bedroht? Der Fragende hat ein 400 Gramm Hündchen im Arm. Antwort : NEIN
    Wie wäre die Antwort, wenn statt des Schoßhündchen ein 100 Kilo Mastino an einer Kette direkt neben dem Befragten toben würde?

Alle Kommentare lesen
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.