Allensbach-Umfrage: Wachsender Staatseinfluss schreckt Bürger nicht

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wiDie Deutschen haben zwiespältiges Verhältnis zur Marktwirtschaft

Die Warnung vieler Ökonomen vor einem wachsenden Staatseinfluss auf die Wirtschaft und das persönliche Leben findet in der Bevölkerung bisher wenig Widerhall.

„Mit vielen Staatseingriffen sind die Bürger durchaus einverstanden – wenn sie den Eindruck haben, dass diese einem guten Zweck dienen oder ihnen unmittelbare Vorteile versprechen“, schreibt Renate Köcher, Chefin des Meinungsforschungsinstituts Allensbach, in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Nach einer neuen Allensbach-Umfrage finden 39 Prozent der Bürger, dass der Staat zu stark in ihr Leben eingreife. 60 Prozent fühlen sich nicht nennenswert eingeschränkt.

Es sei „beunruhigend, dass kaum darüber diskutiert wird, wo der Nutzen einer stärkeren Regulierung überwiegt und wo die Politik unnötig Freiräume der Bürger oder der Wirtschaft einschränkt“, schreibt Köcher. „Eine Ausweitung staatlicher Regulierungen wird zwar nur von einer Minderheit gefordert, aber sie schreckt die meisten auch nicht.“ Nur 31 Prozent sind laut Umfrage überzeugt, dass es ihnen in einem stärker durch den Staat kontrollierten Wirtschaftssystem schlechter gehen würde. „Die Mehrheit hat zu diesem Thema entweder keine Meinung oder glaubt, dass mehr staatliche Interventionen und Vorschriften für sie persönlich keine Folgen hätten“, schreibt Köcher.

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„Ähnlich ambivalent sind die Haltungen zum deutschen Wirtschaftssystem. Viele Menschen unterschätzen die Bedeutung unternehmerischer Freiheitsspielräume. Die meisten Bürger definieren dieses Wirtschaftssystem vor allem über soziale Aspekte. Dagegen gehören nur für knapp jeden Dritten zu einer sozialen Marktwirtschaft unbedingt auch Eigeninitiative, unternehmerische Freiheit und Grenzen für den Einfluss des Staates auf die Wirtschaft. Das Verständnis von sozialer Marktwirtschaft ist damit nicht ausbalanciert, sondern einseitig an den sozialen Anliegen orientiert.“

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