Allensbach-Umfrage zum TTIP: Deutsche sind bei Freihandelsabkommen gespalten

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Demonstration gegen TTIP

von Bert Losse

In der Bevölkerung gibt es keine klare Mehrheit gegen das Freihandelsabkommen TTIP. Das geht aus einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach hervor.

„41 Prozent haben sich noch kein Urteil gebildet. 28 Prozent stehen dem TTIP-Abkommen positiv gegenüber, 31 Prozent ablehnend“, schreibt Renate Köcher, Chefin des Instituts für Demoskopie Allensbach, in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Männer stünden dem geplanten Abkommen aufgeschlossener gegenüber als Frauen. Besonders kritisch äußern sich die Anhänger von Linken und Grünen.

Die neue Allensbach-Umfrage zeigt auch, dass der Blick auf die USA generell kritischer geworden ist. „Nur noch jeder dritte Bürger hält das deutsch-amerikanische Verhältnis für intakt – das ist der niedrigste Anteil, der in den vergangenen zehn Jahren gemessen wurde“, so Köcher in der WirtschaftsWoche. Die große Mehrheit gehe auch nicht davon aus, dass sich die Beziehungen in absehbarer Zeit verbessern. Köcher: „Dies beeinflusst auch das Urteil über das geplante Freihandelsabkommen.“

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Freihandelsgegner verzeichnen Spendenboom

TTIP beschert kritischen Organisationen nach Informationen der WirtschaftsWoche hohen Zuspruch – besonders in finanzieller Form. Die Kampagnen-Plattform Campact erhielt nach ihrem Anti-TTIP-Aufruf in diesem Jahr bereits mehr als 600.000 Euro an Spenden. 30.000 Unterstützer haben sich allein an dieser Aktion beteiligt. Die Zahl zeige, „wie wichtig vielen Menschen das Thema ist“, sagte Campact auf WirtschaftsWoche-Anfrage.
LobbyControl nahm 2014 nach ihrem Spendenaufruf gegen das Abkommen bislang mehr als 42.000 Euro ein. Fast ein Drittel aller diesjährigen Spenden für die Kölner Organisation resultiert damit aus deren Arbeit gegen TTIP.

Auch bei der Anti-Globalisierungsbewegung Attac war die Resonanz auf ein Spenden-Mailing zum Freihandelsabkommen „überdurchschnittlich hoch“, heißt es. Genaue Summen liegen noch nicht vor. Aber die Zahl der Interessenten stieg im Zuge des Protests gegen das Handelsabkommen seit dem Frühjahr von 60.000 auf 80.000.

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