Allensbach-Umfrage: Zustimmung der Deutschen zu Freihandel und EU steigt

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Zustimmung der Deutschen zu Freihandel und EU steigt.

von Bert Losse

Unter dem Eindruck des Brexit und der Politik Donald Trumps entdecken die Bundesbürger ihre Sympathie für den Freihandel wieder.

Nach einer neuen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach halten es mittlerweile 82 Prozent für essenziell, dass Deutschland mit anderen Staaten freien Handel treiben kann. 63 Prozent glauben, dass die deutsche Wirtschaft von der Globalisierung profitiert - zwischen 2015 und Ende 2016 waren es nur knapp über 50 Prozent. „Die überwältigende Mehrheit misst dem freien Handel eine große Bedeutung für die Wirtschaft zu. Die Bürger sind mehrheitlich überzeugt: Ohne die Globalisierung wäre unser Warenangebot kleiner und das Wachstum niedriger“, schreibt Köcher in einem Gastbeitrag für die Wirtschaftswoche.

„Isolationistische Tendenzen sind den Deutschen heute fremd. 73 Prozent sind überzeugt, dass nur eine enge Kooperation mit anderen Staaten Erfolg verspricht“, so Köcher. Zwar können sich laut Umfrage immerhin 36 Prozent dafür erwärmen, nationalen Interessen künftig mehr Bedeutung beizumessen – auch zu Lasten anderer Länder. 47 Prozent widersprechen hier jedoch dezidiert. Die Mehrheit der Bürger (55 Prozent) ist zudem überzeugt, dass es sich allein schon wegen der Einbindung Deutschlands in die EU verbietet, verstärkt einen Kurs des „Germany first“ zu verfolgen.

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Diese Einbindung wird von den Deutschen weniger denn je in Frage gestellt. „Nach dem Brexit ist die Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft und das Bewusstsein für den Wert des europäischen Staatenbundes gestiegen“, schreibt Köcher in der WirtschaftsWoche. Aktuell würden sich 77 Prozent der Bürger bei einer Abstimmung für die EU-Mitgliedschaft entscheiden und nur neun Prozent dagegen. Drei Viertel der Deutschen halten es laut Umfrage für notwendig, dass die europäischen Länder in der aktuell schwierigen Situation ihre Zusammenarbeit vertiefen.

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