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Altenpflege: Pflegeverband fordert Greencard für Pflegekräfte

von Sara Adamsky

Die Einführung einer Greencard für ausländische Pflegekräfte fordert der Arbeitgeberverband Pflege von der Bundesregierung.

Angesichts steigender Pflegebedürftiger drohe eine Pflegenotstand, sagte Verbandsvorsitzender Thomas Greiner, zugleich Chef der Dussmann-Gruppe, der WirtschaftsWoche. „In manchen Gegenden ist der Run auf Fachkräfte so groß, dass nicht alle Stellen besetzt werden können. Wir müssen uns deshalb Verstärkung aus dem Ausland holen – auch aus Ländern außerhalb der EU“, so Greiner. „Die Regierung muss eine Greencard für Pflegefachkräfte einführen, die bei uns zu hiesigen Löhnen und nach den hiesigen Qualitätsstandards angestellt werden.“

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Greiner rechnet mit einem weiter stark steigenden Bedarf an Pflegekräften. „Heute gibt es in Deutschland 2,3 Millionen Pflegebedürftige, 2050 werden es 4,8 Millionen sein. 800.000 Menschen sind in der Pflege beschäftigt – so viele wie in der Automobilbranche. Diese Zahl müssen wir langfristig mindestens verdoppeln.“

Zugleich schlägt Greiner einen Mindestlohn für Pflegekräfte vor, um den teilweise ruinösen Wettbewerb auf Kosten der Beschäftigten zu beenden. „Zunächst brauchen wir eine ehrliche Diskussion der Frage: Was ist uns Pflege wert? Dazu gehört auch ein Mindestlohn für Pflegehilfskräfte: Wir schlagen vor, 8,50 Euro im Westen, 7,50 Euro im Osten – höher nicht, sonst wird es vor allem für viele ambulante Pflegedienste zu teuer.“

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 02.06.2010, 15:48 UhrAnonymer Benutzer: Nigg

    ich hatte eine pflegebedürftige Mutter.Auch hier ist ein Wettbewerb
    notwendig,der die Pflegekräfte ermuntert und vor allen Dingen veran-
    lasst,gute Leistung für unsere älteren Menschen zu erbringen.Mit einem
    knappen Angebot an Pflegekräften wird dies nicht unbedingt erreicht.Deshalb ist eine Greencard für Pflegekräfte durchaus er-
    strebenswert.

  • 18.01.2010, 13:45 UhrAnonymer Benutzer: zarromanowski

    in Deutschland gibt es genug Menschen die "arbeitslos" sind (Dunkelziffer, ca. 8 Millionen) und den Pflegebedürftigen gerne helfen würden - warum schon wieder dieses Verwaltungsmonstrum "Greencard". Der Staat muß die häusliche Pflege durch Angehörige oder Fremde, endlich so bezahlen und subventionieren, dass man mit diesem Lohn nicht zum Sozialfall wird - die häusliche Pflege durch Fremde muß endlich vom SCHNÜFFELSTAAT und Denunziantentum befreit gesetzlich legalisiert werden. Häuslich pflegende Menschen sind ein wichtiges soziales Gut und die eigentliche Elite unserers Landes, denn sie helfen unserem Pflegesysten zu überleben, sie sprechen nicht nur darüber wie die Politiker sondern sie handeln und fassen an.
    "Echte" Pflege heißt, waschen, anziehen, sprechen, zuhören, bett machen, vorlesen, Essen machen, Arzt bestellen und vor allen Dingen eines, den HiNTERN PUTZEN und Windeln anlegen!

  • 17.01.2010, 14:36 UhrAnonymer Benutzer: Michael P.

    Für € 8,50 (7,50) ist es natürlich schwer, Leute für die Pflege zu begeistern.

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