Altersarmut: Grundsicherung im Alter wird teurer

Altersarmut: Grundsicherung im Alter wird teurer

Immer mehr Menschen sind im Alter arm, weil die Rente nicht reicht. Deshalb muss die Bundesregierung mit steigenden Ausgaben für die Grundsicherung rechnen.

Die Existenzsicherung für Rentner kostet den Staat immer mehr Geld. Das Bundesarbeitsministerium rechnet damit, dass die Kosten für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung von voraussichtlich 5,493 Milliarden Euro in diesem Jahr bis 2018 auf 7,154 Milliarden Euro steigen. Dies ergibt sich laut „Süddeutscher Zeitung“ (Dienstagsausgabe) aus der Aufstellung des Haushalts für 2014 und Antworten des Ministeriums auf Fragen der Linken-Bundestagsfraktion.

Ein Sprecher von Arbeitsministerin Andrea Nahles sagte, dahinter stecke kein deutlicher Anstieg der Altersarmut. Hauptgrund sei vielmehr die steigende Zahl der Älteren in der Gesamtbevölkerung. Außerdem könnten sich die Kosten auch vergrößern, ohne dass die Zahl der armen Alten entsprechend zunimmt - etwa, weil wegen steigender Mietpreise Unterkünfte teuer werden.

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Außerdem tritt am 1. Juli die Neureglung in Kraft, wonach Menschen, die 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, bereits mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen dürfte. Dieses Alter wird bis 2029 schrittweise auf 65 Jahre angehoben. Die Zahl der Anträge liegt bei 12.000.

Das Bundessozialministerium hat das Interesse an der abschlagsfreien Rente mit 63 als wenig überraschend bezeichnet. Schon nach altem Recht wurden pro Jahr etwa 150.000 Anträge auf eine Rente mit 63 erwartet, für die man dann Abschläge hinnehmen musste. Wegen der zum 1. Juli in Kraft tretenden Neuregelung werde im laufenden Jahr mit höchstens zusätzlich 50.000 Anträgen gerechnet, sagte der Sprecher. Allerdings habe das Ministerium keine eigene Zahlen vorliegen.
Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass der Rentenversicherung Bund bereits mehr als 6000 Anträge auf eine abschlagfreie Rente mit 63 vorlägen. Ein Sprecher der Behörde erklärte am Montag, dies sei allerdings der Stand von Anfang Juni, neuere Zahlen lägen nicht vor. Man rechne damit, dass bei den regionalen Rentenversicherungsträgern ähnlich viele Anträge eingegangen seien. Damit dürfte die Zahl inzwischen deutlich über 12 000 liegen.

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