André Poggenburg: Landeschef hält Neuwahl der AfD-Bundesspitze für möglich

André Poggenburg: Landeschef hält Neuwahl der AfD-Bundesspitze für möglich

, aktualisiert 19. April 2017, 08:01 Uhr
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Das AfD-Vorstandsmitglied bereitet sich auf Auseinandersetzungen vor.

Quelle:Handelsblatt Online

Am Wochenende tagt die AfD in Köln. Vorstandsmitglied Poggenburg hält es für möglich, dass die Partei noch vor der Bundestagswahl einen neuen Vorstand wählen könnte. Auseinandersetzungen seien vorprogrammiert.

BerlinAfD-Vorstandsmitglied André Poggenburg hält es wegen der andauernden Streitigkeiten in seiner Partei für möglich, dass die AfD noch vor der Bundestagswahl einen neuen Vorstand wählt. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich der Parteitag am kommenden Wochenende in Köln dafür entscheidet“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Für diese Wahl müsste dann aber kurzfristig ein weiterer Parteitag anberaumt werden.

Zur Frage, wer die AfD als Spitzenkandidat in den Bundestagswahl führen solle, sagte der Landesvorsitzende aus Sachsen-Anhalt: „Ich wünsche mir, dass wir in Köln erst über die Anzahl der Mitglieder des Spitzenteams abstimmen.“ In einem zweiten Schritt sollte dann über konkrete Kandidaten entschieden werden. Aus seiner Sicht sollten Parteichefin Frauke Petry und der stellvertretende Vorsitzende Alexander Gauland mit weiteren Kandidaten ein Spitzenteam bilden.

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Poggenburg wird dem rechten Flügel der AfD zugerechnet. Er steht dem umstrittenen Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke nahe, der ein scharfer Gegner von Petry ist. Die Petry-Gegner wollen eine alleinige Spitzenkandidatur der Parteivorsitzenden verhindern. Auch verschiedene Parteigremien haben sich schon für eine Teamlösung ausgesprochen. Für ein solches Team werden Petry gute Chancen eingeräumt. Co-Parteichef Jörg Meuthen tritt nicht an.

Die AfD will auf dem zweitägigen Parteitag, der am Samstag beginnt, auch ihr Programm für die Bundestagswahl verabschieden. Poggenburg sagte voraus: „Der Parteitag wird von Auseinandersetzungen geprägt sein. Und ich befürchte, dass es keine Auseinandersetzungen sein werden, die uns weiter bringen werden, eher personelle Fragen und weniger Sachthemen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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