Andrea Nahles attackiert die CSU: "Eine Blutgrätsche aus Bayern"

InterviewAndrea Nahles attackiert die CSU: "Eine Blutgrätsche aus Bayern"

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Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles (SPD) bei der Sitzung des Kabinetts im Kanzleramt in Berlin.

von Max Haerder und Gregor Peter Schmitz

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) greift die CSU an: Ihre geplante Reform von Zeitarbeit und Werkverträgen dürfe nicht weiter blockiert werden.

WirtschaftsWoche: Frau Nahles, Ihre angestrebte Reform von Werkverträgen und Zeitarbeit wird von der CSU blockiert. Gehen Sie auf den Koalitionspartner zu?

Andrea Nahles: Ich habe einen klaren Auftrag aus dem Koalitionsvertrag sauber umgesetzt. Der Gesetzentwurf war mit Arbeitgebern und Gewerkschaften intensiv abgestimmt. Dann kam eine Blutgrätsche aus Bayern - aus völlig sachfremden Gründen. Ich werde am Text nicht einmal mehr ein Komma ändern.

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Viele in der Wirtschaft wären froh, wenn Ihr Entwurf beerdigt würde.

Ich werde den bestehenden Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen nicht weiter hinnehmen. Es ist jetzt an Kanzleramtschef Peter Altmaier, die Ressortabstimmung schnell einzuleiten.

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Sie sagen immer, Ihr Gesetz müsse gewaltigen Missbrauch bei Werkverträgen beheben. Aber Zahlen für dessen Ausmaß können Sie nicht vorlegen.

Es gibt dringenden Handlungsbedarf. Werkverträge gibt es seit mehr als hundert Jahren, sie sind gut, wir brauchen sie auch in Zukunft - im digitalen Zeitalter von Arbeiten 4.0 vielleicht mehr denn je - , aber dafür müssen sie sauber sein und nicht zur Lohndrückerei missbraucht werden. Unsere Reform bedeutet ganz sicher nicht das Ende von Werkverträgen in Deutschland.

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