Angela Merkel: Auf Schmusekurs mit der Wirtschaft

Angela Merkel: Auf Schmusekurs mit der Wirtschaft

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Bundeskanzlerin Merkel: Im bevorstehenden Wahlkampf will sich die CDU wieder auf die bürgerliche Mitte konzentrieren

Nach harter Kritik von Unternehmern startet die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende eine wirtschaftspolitische Offensive.

Die Bundestagswahl 2009 wirft ihre Schatten voraus. Nach wochenlanger Kritik von Unternehmern sucht Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt die Nähe zu Vertretern der Wirtschaft, insbesondere des Mittelstands.

Manche Verbände würden von Merkel-Mitarbeitern geradezu ermuntert, die Kanzlerin zu Veranstaltungen einzuladen, staunen freudig überraschte Funktionäre. Am 25. November tritt sie beispielsweise beim Branchentreffen des deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes in Berlin auf. Und die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand hat die Kanzlerin bereits als Rednerin für ihren Parlamentarischen Abend im Mai nächsten Jahres eingeplant.

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Start der neuen Offensive ist am 22. September 2008. An dem Tag veranstaltet die Bundestagsfraktion der CDU/CSU in Berlin einen Unternehmertag, zu dem jeder der 223 Unions-Abgeordneten jeweils bis zu vier Mittelständler aus seinem Wahlkreis einladen darf.

Als weiteres Indiz für eine Rückbesinnung auf die marktwirtschaftliche Stammklientel gilt ein vertrauliches Gespräch, das der Merkel-Intimus und und CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder am vergangenen Mittwoch mit Josef Schlarmann geführt hat. Der Bundesvorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung war bisher einer der schärfsten wirtschaftspolitischen Kritiker der Kanzlerin.

Noch vor wenigen Wochen hatte Schlarmann ihr vorgeworfen, sie habe „viele christdemokratische Positionen aufgegeben“. In der CDU-Zentrale heißt es, im bevorstehenden Wahlkampf wolle sich die Union wieder auf die bürgerliche Mitte konzentrieren.

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