Angela Merkel: Bundeskanzlerin verliert an Rückhalt in der Bevölkerung

Angela Merkel: Bundeskanzlerin verliert an Rückhalt in der Bevölkerung

, aktualisiert 27. September 2015, 14:23 Uhr
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Die Bundeskanzlerin Angela Merkel büßt Popularität ein.

Mit deutlichen Worten hat Angela Merkel Partei für die Asylbewerber in Deutschland ergriffen. Nun spürt sie in Umfragen deutlichen Gegenwind. Die AfD legt derweil zu.

Die Beliebtheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund der kontroversen Flüchtlingsdebatte in gleich mehreren Umfragen gelitten. Auf der „Politikertreppe“ des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ musste die Kanzlerin erstmals in dieser Legislaturperiode den Spitzenplatz abgeben.

Im jüngsten ZDF-„Politbarometer“ rutschte Merkel in einer Umfrage zu den wichtigsten Politikern auf Platz vier ab. Im Osten verliert die Kanzlerin deutlich an Zustimmung. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland legte dagegen im Sonntagstrend auf sechs Prozent zu.

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So viel Geld bekommen Flüchtlinge in den europäischen Ländern

  • Platz 1: Dänemark

    800 Euro zahlt das Land im Monat pro Flüchtling. Die Summe muss allerdings versteuert werden.

    Quelle: EU-Kommission / Frontex, Stand: 18. September 2015

  • Platz 2: Zypern

    Die Spanne, die der Inselstaat für einen Asylbewerber zahlt, liegt zwischen 85 und 452 Euro pro Monat.

  • Platz 3: Norwegen

    400 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 4: Deutschland

    352 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 5: Frankreich

    330,30 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 6: Finnland

    zwischen 85 und 290 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 7: Belgien

    zwischen 176 und 276 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 8: Großbritannien

    232 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 9: Luxemburg

    225 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 10: Polen

    187 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 11: Schweden

    177 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 12: Lettland

    66 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 13: Bulgarien

    33,23 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 14: Niederlande

    20 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 15: Slowenien

    18 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 16: Slowakei

    12 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 17: Italien & Griechenland

    0 Euro pro Flüchtling / Monat.

Die Kanzlerin hatte in der Diskussion über den Andrang von Flüchtlingen eindringlich auf die Nöte der Asylbewerber hingewiesen und sich überzeugt gezeigt, dass Deutschland die Herausforderung meistern kann. In den erwähnten Umfragen ging es nicht um die konkreten Gründe für die jeweiligen Entscheidungen der Befragten.

In der „Spiegel“-Umfrage musste Merkel den Spitzenplatz an Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) abgeben. Von ihm wollten 67 Prozent der Befragten, dass er künftig „eine wichtige Rolle“ spielt. Merkel rutschte auf Rang vier - noch hinter Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundespräsident Joachim Gauck.

Auf die Frage, ob die Kanzlerin auch künftig „eine wichtige Rolle“ spielen sollte, antworteten 63 Prozent der Interviewten mit Ja. Im Vergleich zur letzten Umfrage dieser Art im Juni verschlechterte sich ihr Wert damit um fünf Punkte.

Im ZDF-„Politbarometer“ lag Merkel auf einer Skala von plus 5 bis minus 5 bei einem Durchschnittswert von 1,9 - ihrem schlechtesten Ergebnis in dieser Legislaturperiode. Im aktuellen Wahltrend von „Stern“ und RTL büßte die Kanzlerin drei Punkte auf 49 Prozent ein und erzielte damit den niedrigsten Wert in diesem Jahr.

In Ostdeutschland sinkt laut einer Umfrage das Vertrauen in Merkel deutlich. Auf die Frage, welchen Politikern sie derzeit am meisten vertrauen, nannten im aktuellen INSA-Meinungstrend 24 Prozent Merkel. Im August waren es noch 32 Prozent. Bei den Westdeutschen legte Merkel dagegen leicht zu, von 31 auf 33 Prozent. Bundesweit sprachen 32 Prozent Merkel ihr Vertrauen aus (Vormonat: 31 Prozent).

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In der Union gibt es weiter Kritik an Merkels Position in der Flüchtlingsfrage. „Das Leben ist nicht leichter geworden mit den Äußerungen der Kanzlerin“, sagte die Sprecherin für Menschenrechte der Unionsfraktion, Erika Steinbach (CDU), der „Bild am Sonntag“. Die Bevölkerung erwarte von der Union, „dass einem weiteren Zuzug Einhalt geboten wird“. Der frühere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich fordert eine Obergrenze bei der Flüchtlingsaufnahme. „Wir müssen die falsch gesendeten Signale korrigieren“, sagte der CSU-Politiker.

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) legt in einer neuen Wahlumfrage um einen Punkt auf sechs Prozent zu. In dem von „Bild am Sonntag“ in Auftrag gegebenen Sonntagstrend verbesserten sich SPD (25 Prozent) und Linkspartei (10 Prozent) ebenfalls jeweils um einen Prozentpunkt. Die Union erreichte demnach mit 40 Prozent den Wert der Vorwoche, die Grünen bleiben bei 10 Prozent. Die FDP verlor einen Zähler auf 4 Prozent.

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