Anleihenauktion: Schäuble kann sich über 4,1 Milliarden Euro freuen

Anleihenauktion: Schäuble kann sich über 4,1 Milliarden Euro freuen

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kann sich über frisches Geld freuen.

Finanzminister Schäuble hat wieder eine Null-Zins-Anleihe am Markt platzieren können. Das spülte 4,1 Milliarden Euro in Deutschlands Staatskasse.

Der deutsche Staat hat mit der zweiten Null-Zins-Anleihe in seiner Geschichte erneut Milliarden bei Investoren eingesammelt. Die Versteigerung der Bundesschatzanweisungen mit einer Laufzeit von zwei Jahren spülte knapp 4,1 Milliarden Euro in die Kassen von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Das teilte die für das Schuldenmanagement des Bundes zuständige Finanzagentur am Mittwoch mit.

Der Appetit der Anleger auf die Papiere ließ aber nach. Die Nachfrage übertraf das Angebot noch um das 1,5-Fache. Im Mai hatte die Finanzagentur zum ersten Mal überhaupt eine Null-Zins-Anleihe begeben. Damals war die Versteigerung 1,7-fach überzeichnet, die letzte Aufstockung des Volumens im Juli sogar um das 2,0-Fache.

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„Wenigstens keine Prämie gezahlt“

„Es gibt immer noch Leute, die ihr Geld kostenlos verleihen, aber immerhin müssen sie für die Ehre nicht auch noch draufzahlen“, sagte Investec-Analystin Elisabeth Afseth angesichts vorangegangener Auktionen, bei denen Investoren dem Staat sogar eine Prämie zahlten. „Die Nachfrage ist etwas zurückgegangen, aber noch immer ordentlich.“ Weil Investoren wegen des ungewissen Ausgangs der Schuldenkrise nach einem sicheren Parkplatz für ihr Geld suchen, legen sie es in der als sicherer Hafen geltenden Bundesrepublik an.

Die Finanzagentur orientiert sich bei der Festlegung des Zinskupons am Markt. Dort lag der Zins zu Wochenbeginn sogar im Minus. „Der Bund beabsichtigt aber nicht, Bundeswertpapiere mit negativen Kupons zu begeben“, sagte ein Sprecher der Finanzagentur. „Ein Kupon von null Prozent stellt insoweit eine Untergrenze dar.“

Problem für Versicherer

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Während der Finanzminister Milliarden an Kosten spart, stellt das niedrige Zinsniveau für Lebensversicherer und Pensionsfonds ein großes Problem dar. Sie sind aufsichtsrechtlich verpflichtet, einen Großteil ihres Geldes in möglichst ausfallsichere Staatsanleihen zu stecken. Da die Inflationsrate in Deutschland derzeit bei gut zwei Prozent liegt, liegen die Realzinsen im negativen Bereich. Für Lebensversicherer ist es damit schwierig, hohe Renditeversprechen einzuhalten.

Der Bund muss sich in diesem Jahr rund 260 Milliarden Euro von Investoren holen, um Altschulden zu tilgen und das Haushaltsloch zu schließen. Etwa 58 Milliarden Euro sollen die zweijährigen Bundesschatzanweisungen in die Kasse spülen. Die neuen Papiere sollen im September und Oktober jeweils um bis zu fünf Milliarden Euro aufgestockt werden.

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