Anstieg erwartet: Arbeitslosigkeit im November auf Rekordtief gesunken

Anstieg erwartet: Arbeitslosigkeit im November auf Rekordtief gesunken

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Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise (l.) hat heute die Arbeitslosenzahlen für November bekannt gegeben

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November nochmals leicht gesunken. Im zu Ende gehenden Monat seien 2,988 Millionen Arbeitslose registriert gewesen, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg mit. Dies seien 8000 weniger gewesen als im Oktober und 390.000 weniger als im November vorigen Jahres.

Die Arbeitslosenquote sei um 0,1 Punkte auf 7,1 Prozent gefallen. Saisonbereinigt sei die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 10.000 Erwerbslose gefallen. BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte, der Arbeitsmarkt sei noch stabil.

Damit hat die Arbeitslosigkeit in Deutschland im November ein neues Rekordtief erreicht, dürfte aber nach Meinung von Fachleuten in den kommenden Monaten kräftig ansteigen. Einige Volkswirte halten allerdings auch eine leichte Zunahme der Erwerbslosenzahl für möglich. In diesem Fall würde die Zahl der Erwerbslosen wieder über die psychologisch wichtige Drei-Millionen-Marke klettern.

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Auch erste vorab bekanntgewordene Daten der BA weisen auf eine leichte Abkühlung des Arbeitsmarktes hin. So sei die Nachfrage nach Arbeitskräften im November leicht gesunken, teilte die BA bei der Bekanntgabe ihres Stellenindex BA-X gestern in Nürnberg mit. In dem Monat sei der Index um zwei Punkte auf 163 zurückgegangen. Auch die Fachleute gehen davon aus, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise zunehmend auf den deutschen Arbeitsmarkt durchschlägt.

„Die Unternehmen agieren schon jetzt bei Neueinstellungen sehr vorsichtig. Bei den zuletzt ungünstigen Stimmungsindikatoren wird sich diese Zurückhaltung bald schon auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen“, prognostizierte etwa der Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld. Stephan Bielmeier von der Deutschen Bank warnt zwar vor übertriebenem Pessimismus auf dem Arbeitsmarkt. Von einer Krise sei man angesichts der zahlreichen offenen Stellen noch weit entfernt. „Aber es ist schon so, dass wir am Beginn einer Trendwende stehen. Ich rechne in den kommenden Monaten wieder mit steigenden Arbeitslosenzahlen“, sagte er. Das sieht auch der Volkswirt der genossenschaftlichen DZ-Bank, Marci Glenn, so: „Die wirtschaftliche Trendwende dürfte jetzt langsam auch den Arbeitsmarkt erreichen“.

Im Oktober war die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erstmals seit 16 Jahren wieder unter die Drei-Millionen-Marke gerutscht.

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