AOK: Ausschüttung von Überschüssen wäre zu teuer

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Sechs Millionen Euro Verwaltungskosten hieße die Erstattung von 60 Euro je Mitglied für die AOK Rheinland/Hamburg

von Anke Henrich

Eine Ausschüttung von Überschüssen an die Versicherten wäre nach Aussage des Chefs der AOK Rheinland/Hamburg, Wilfried Jacobs, mit zu hohen Kosten verbunden und damit unsinnig.

Allein bei seiner Kasse, die 2011 rund 130 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet habe, würde die Erstattung von rund 60 Euro pro Mitglied rund sechs Millionen Euro Verwaltungskosten auslösen, sagte Jacobs der WirtschaftsWoche. Da die Kassenbeiträge in der Regel vom Arbeitgeber überwiesen würden, kenne die AKO nicht die Kontoverbindungen und müsse jedes Mitglied anschreiben. „Anschließend müssten wir zwei Millionen Datensätze eingeben und danach zwei Millionen Überweisungen veranlassen“, so Jacobs. Das koste rund zwei bis drei Euro pro Mitglied.

Die AOK Rheinland/Hamburg nutze die Überschüsse lieber, so Jacobs, um Rücklagen zu bilden für konjunkturell schwächere Zeiten. Außerdem werde die AOK 2013 auf den Zusatzbeitrag der Versicherten verzichten. „Es gibt Signale einer Konjunkturabkühlung. 2013 sieht es womöglich für alle Krankenkassen finanziell wieder schlechter aus“, befürchtet Jacobs.

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„Wir haben glücklicherweise Rücklagen und müssen deshalb auch 2013 keinen Zusatzbeitrag von unseren Versicherten fordern. Aber ich bin überzeugt. Sobald 2013 die erste Kasse ins Minus rutscht, ruft ein Gesundheitspolitiker: Ja, haben die denn keine Rücklagen?“ Jacobs reagierte damit auf die Forderung von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), die gesetzlichen Krankenkassen sollten Überschüsse an die Versicherten ausschütten.

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