Arbeitgeber-Präsident Kramer: Mindestlohn nur für ausgebildete Arbeitnehmer

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Ingo Kramer fordert, dass der Mindestlohn nur für ausgebildete Arbeitnehmer gelten soll

von Max Haerder und Bert Losse

Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer verlangt von der Bundesregierung Kurskorrekturen bei Rentenreform und Mindestlohn.

So soll ein gesetzlicher Mindestlohn erst nach einer abgeschlossenen Ausbildung gezahlt werden. „Es darf nicht passieren, dass ungelernte Jugendliche lieber Aushilfsjobs für dann ziemlich anständige 8,50 Euro pro Stunde übernehmen, statt sich ausbilden zu lassen“, warnt Kramer im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Ausbildung muss Vorrang haben, auch wenn sie mühselig ist und Disziplin erfordert.“

Kramer plädiert außerdem für einen Stufenlohn bei Langzeitarbeitslosen: „Wir könnten mit einem geringeren Lohn einsteigen, der sich nach einer Einarbeitungszeit Schritt für Schritt auf 8,50 Euro erhöht“, schlägt Kramer vor. „Der Mindestlohn ist ja nicht in erster Linie ein Problem der Wirtschaft – sondern eines für die, die erst noch rein wollen in den Arbeitsmarkt.“

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Korrekturen verlangt Kramer auch bei der Rentenreform. Der Arbeitgeberpräsident lehnt den Vorschlag von SPD und Gewerkschaften ab, die Unternehmen finanziell zu beteiligen, wenn sie ältere Mitarbeiter entlassen. „Das hat in der Vergangenheit zu viel Streit geführt. Davon raten wir dringend ab“, sagt Kramer. Um eine Frühverrentungswelle bei der geplanten abschlagsfreien Rente mit 63 zu vermeiden, wäre eine Stichtagsregelung besser: „Das ist eine Option“, sagt Kramer im Interview mit der WirtschaftsWoche.

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