Arbeitsagentur: Sommerferien lassen Arbeitslosigkeit steigen

Arbeitsagentur: Sommerferien lassen Arbeitslosigkeit steigen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli um 61.000 auf 2,773 Millionen gestiegen. Das sind dennoch 99.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr.

Wegen der Sommerpause in vielen Betrieben und zahlreicher Schulabgänger auf Stellensuche ist die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland im Juli um 61 000 auf 2,773 Millionen gestiegen. Das sind dennoch 99 000 Betroffene weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote legte im Vergleich zu Juni um 0,1 Punkte auf 6,3 Prozent zu.

„Insgesamt steht der Arbeitsmarkt aber gut da“, betonte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Hauptursache für den Anstieg sei die vorübergehende „Sucharbeitslosigkeit“ junger Menschen, die in den Sommermonaten ihre betriebliche oder schulische Ausbildung beenden und deshalb derzeit eine Stelle suchen.

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Die sieben größten Ängste der Deutschen

  • Schlechte Wirtschaftslage

    41 Prozent fürchten sich vor einer schlechten Wirtschaftslage.

    Quelle: R+V-Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“

  • Spannungen durch Ausländer

    43 Prozent sorgen sich vor Spannungen durch Ausländer.

  • Überforderung der Politiker

    Skeptisch bewerten die Deutschen die handelnden Politiker: 44 Prozent haben Angst, dass diese überfordert sind.

  • Schwere Erkrankung

    47 Prozent fürchten sich vor schweren Erkrankungen.

  • Pflegefall im Alter

    Rund 2,5 Millionen Pflegebedürftige gibt es in Deutschland – Tendenz steigend. Dementsprechend hoch ist auch die Besorgnis der Deutschen, im Alter anderen als Pflegefall zur Last zu fallen. Mit 51 Prozent liegt dieses Thema gemeinsam mit der Furcht vor Naturkatastrophen auf Platz 2.

  • Naturkatastrophen

    Überschwemmungen durch Starkregen, Hagel, Stürme: Mit 51 Prozent liegt die Furcht vor zunehmenden Naturkatastrophen auf Platz 2 der Ängste-Skala – gleichauf mit der Angst vor Pflegebedürftigkeit.

  • Steigende Lebenshaltungskosten

    Die Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten steht mit 58 Prozent an der Spitze.

Zumal zugleich die Zahl der offenen Stellen im Juli erneut auf nunmehr 589 000 stieg. „Besonders gesucht sind zurzeit Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Verkehr und Logistik, Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau sowie Verkauf“, erläuterte die BA. „Es folgen Berufe in Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, Maschinen- und Fahrzeugtechnik und Gesundheitsberufe.“

Die Konjunkturentwicklung zeigt sich auch im weiteren Anstieg der Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Insgesamt stieg die Erwerbstätigkeit nach den jüngsten Daten vom Juni saisonbereinigt um 10 000 auf 42,95 Millionen - 157 000 mehr als im Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte von April auf Mai um 22 000 auf 30,65 Millionen zu. Das sind 523 000 Menschen mit einem regulären Job mehr als vor einem Jahr.

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Überraschend stieg im Juli hingegen auch die saisonbereinigte Erwerbslosenzahl, und zwar um 9000 auf 2,799 Millionen - Volkswirte hatten mit einem Rückgang um etwa 5000 gerechnet. Stattdessen wuchs die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl in Westdeutschland um 4000 und in den ostdeutschen Bundesländern um 5000.

Verhalten positive Nachrichten kamen vom Ausbildungsmarkt: Dort überstieg die Bewerberzahl zuletzt nur leicht die Zahl der gemeldeten Stellen. „Allerdings wird der Ausgleich erheblich erschwert durch regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten“, erklärte die BA. Für eine abschließende Bewertung sei es ohnehin noch zu früh.

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