Kommentare zu: Horrorgemälde einer eisigen Arbeitswelt

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5 Kommentare
  • 02.04.2012, 08:06 Uhrfrankfurter

    das ein unqualifizierter Berufsanfänger nicht gleich so Produktiv arbeitet wie ein gelernter langjähriger Mitarbeiter ist sicherlich unbestreitbar, aber in der Regel arbieten die ungelernten Kräfte sich in ihrerm Job recht schnell ein und übertreffen oftmals langjährige Mitarbeiter. Aber trotzdem werden sie einkommensmäßig dafür bestraft.
    Es ist schon eine Tragödie und ein gesellschaftliches Verbrechen, wie in Deutschland der Wert der Arbeit mit Füßen getreten wird.
    Ein nichtsnutziges Mitglied im Aufsichtsrat, teils auch schon Anfänge von Senilität, darf im Gegensatz den Gewinn des Unternehmens überpropotzional abschöpfen.
    Wie lange sollen große Teile der Bevölkerung noch gezwungen werden, Arbeitsverhältnisse anzunehmen, die in die Kategorie Zeitarbeit, Leiharbeit, Scheinselbstständigkeit, Praktikum, 400 Eurojobs, unbezahlte Überstunden fallen.
    Und gleichzeitig kollabieren unsere Sozialkassen, da ihnen in Zukunft diese Hungerleider keine Beiträge bieten können...im Gegenteil

    • 04.04.2012, 09:22 UhrR2D2

      Unqualifizierte Manager haben wir genug.
      Die Unternehmen die Pleite machen werden immer von Managern in den Abgrund geführt. Wenn der kleine Ungelernte in der Lage wäre ein Unternehmen zu ruinieren dann wäre auch das Management daran schuld weil sie es durchgehen lassen.

  • 02.04.2012, 17:10 Uhrnicolo

    Wenn alles so super ist, warum sinkt dann seit einem Jahrzehnt die Bruttolohnquote an den Einkommen (und das bei steigender Beschäftigung)?!

    Und wieso wächst nach wie vor der Niedriglohnbereich (weniger als 9,15 Euro/ Stunde) von allen Einkommensgruppen am stärksten? Mittlerweile arbeiten ca. 8 Mio. Menschen (23% aller Beschäftigen) in diesem Bereich [Quelle IAQ-Report 2012].

    Alles super, oder was?

  • 02.04.2012, 19:31 Uhrxyz

    Unqualifizierte haben wir eine Menge! Die werden uns so schnell nicht ausgehen. Davon abgesehen sind 70% der Niedriglöhner in DE Frauen und die meisten von denen haben tatsächlich sogar eine Ausbildung abgeschlossen. Von daher wären das auch die Profiteure von allgemeinen Mindestlöhnen. Deutschland profitiert allein von der demographischen Entwicklung - nur dadurch ist es möglich mehr Personen in Arbeit zu vermitteln - es verlassen eben mehr den Arbeitsmarkt als neue hinzutreten.

    und die Firmen preisen Mindestlöhne einfach ein - so what? Außerdem bildet Deutschland zu viel im überlaufenen Niedriglohnsektor aus, z.B. Friseurinnen. Die dumpen sich dann gegenseitig nieder.

  • 18.04.2012, 18:05 UhrJowe

    "Die Zahlen sagen eher das Gegenteil". Leider bietet der Artikel ein gutes Beispiel gerade der falschen Interpretation von Statistiken. Ein Beispiel: "Auch das Problem der Befristung...": Der Autor schreibt selbst dass "der Anteil befristeter Verträge in den vergangenen zehn Jahren von 32 auf 45 Prozent nach oben geschossen" ist. Wenn der Anteil befristeter Verträge bei Neueinstellungen steigt MUSS auch der Anteil der aus befristeten Verträgen in feste Verträge wechselnde entsprechend stark steigen um auch nur eine gleichbleibende Zahl von normalen Verträgen zu sichern. Nur wenn die Zahl der Übernahmen aus befristeten Verträgen per Saldo größer ist als der Anstieg der Anzahl der Zeitverträge wird ein (i.S.d. Arbeitnehmer) positiver Effekt erreicht. Und dann vergleicht der Autor 2011 mit 2009 (11 Punkte mehr). Warum nicht mit 2008 (nur 4 Punkte mehr) oder noch besser mit vor zehn Jahren - dann könnte man dies mit seinen zu Beginn genannten Zahlen vergleichen(siehe oben).
    Leider war es mir so unmöglich den mglw. richtigen weiteren Gedankengängen des Autors zu folgen. Jeder biegt sich eben die Statistik so hin wie es in seine Argumentationslinie passt - sehr schade.

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