Arbeitslosigkeit: Noch läuft es rund auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit: Noch läuft es rund auf dem Arbeitsmarkt

, aktualisiert 30. Juni 2015, 10:03 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni um 51.000 auf 2,711 Millionen gesunken. Der positive Trend könnte sich laut Expertenprognosen in der zweiten Jahreshälfte allerdings ändern.

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juni auf den niedrigsten Stand seit fast 24 Jahren gefallen. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) waren in diesem Monat 2,711 Millionen Arbeitslose registriert. Das seien 51.000 weniger als im Mai und 122.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Behörde am Dienstag in Nürnberg weiter mit. Die Arbeitslosenquote habe 6,2 Prozent betragen. Niedriger war die Arbeitslosenzahl zuletzt im November 1991. Der Arbeitsmarkt habe sich mit der auslaufenden Frühjahrsbelebung weiter günstig entwickelt, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Auch unter Herausrechnung der Saison-Schwankungen ging die Arbeitslosenzahl zurück. Saisonbereinigt verzeichnete die BA mit 2,786 Millionen Erwerbslosen 1000 weniger als im Mai. Banken-Volkswirte hatten einen Rückgang um 5000 erwartet

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Die sieben größten Ängste der Deutschen

  • Schlechte Wirtschaftslage

    41 Prozent fürchten sich vor einer schlechten Wirtschaftslage.

    Quelle: R+V-Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“

  • Spannungen durch Ausländer

    43 Prozent sorgen sich vor Spannungen durch Ausländer.

  • Überforderung der Politiker

    Skeptisch bewerten die Deutschen die handelnden Politiker: 44 Prozent haben Angst, dass diese überfordert sind.

  • Schwere Erkrankung

    47 Prozent fürchten sich vor schweren Erkrankungen.

  • Pflegefall im Alter

    Rund 2,5 Millionen Pflegebedürftige gibt es in Deutschland – Tendenz steigend. Dementsprechend hoch ist auch die Besorgnis der Deutschen, im Alter anderen als Pflegefall zur Last zu fallen. Mit 51 Prozent liegt dieses Thema gemeinsam mit der Furcht vor Naturkatastrophen auf Platz 2.

  • Naturkatastrophen

    Überschwemmungen durch Starkregen, Hagel, Stürme: Mit 51 Prozent liegt die Furcht vor zunehmenden Naturkatastrophen auf Platz 2 der Ängste-Skala – gleichauf mit der Angst vor Pflegebedürftigkeit.

  • Steigende Lebenshaltungskosten

    Die Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten steht mit 58 Prozent an der Spitze.

Nachdem die Zahl der Erwerbslosen bereits in den Vormonaten auf einem Rekordtief gelegen hatte, laufe es auch im Juni auf dem deutschen Arbeitsmarkt noch rund, bestätigten auch die Ökonomen deutscher Großbanken in einer Umfrage. Schon in kommenden Monaten könnte der aktuelle Jobaufschwung aber an Tempo verlieren. Dabei sei selbst ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Herbst nicht ausgeschlossen. Die meisten Ökonomen gehen aber allenfalls von einer stagnierenden Erwerbslosigkeit bis zum Jahresende aus.

Als Grund führen die Volkswirte neben dem etwas schwächeren Wirtschaftswachstum im ersten Quartal auch die Auswirkungen des Mindestlohns an. So sei die Zahl der Minijobs in den vergangenen Monaten stark gesunken. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Einsatz von 450-Euro-Jobs in manchen Branchen nicht mehr rentabel sei. Manche Mini-Jobs könnten aber auch in reguläre Stellen mit voller Versicherungspflicht umgewandelt worden sein, räumen einige Ökonomen ein.

Zuwanderer in Deutschland Migration: Gut für den Arbeitsmarkt, schlecht für den Staat

Deutschland streitet über das Für und Wider von Migration. Die Debatte ist hitzig und leider wenig rational. Dabei ist das Ergebnis eindeutig: Der Arbeitsmarkt profitiert, der Haushalt leidet.

Arbeitsmarkt contra Haushalt Quelle: dpa Picture-Alliance

Die Griechenland-Krise dürfte dagegen nach Einschätzung der Fachleute den deutschen Arbeitsmarkt vorerst unbeeindruckt lassen. „Es gibt deswegen schon einige Unsicherheit. Die Griechenlandkrise drückt auch zweifelsohne auf die Unternehmensstimmung“, berichtete BayernLB-Volkswirt Stefan Kipar. „Das beeinflusst aber im Moment noch nicht die Beschäftigungspläne der Firmen.“

Kein Unternehmen stelle deswegen die geplante Einstellung von Mitarbeitern zurück. Bestätigt fühlen sich die Volkswirte durch das große Stellenangebot, das nach Angaben der Bundesagentur im Juni ein Rekordhoch erreichte.

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