Arbeitsmarkt: Arbeitgeber fürchten Wegfall von Praktikumsplätzen durch Mindestlohn-Gesetz

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Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer

von Max Haerder

Die deutsche Wirtschaft befürchtet den Verlust von Praktikumsplätzen, falls die große Koalition das Gesetz zum gesetzlichen Mindestlohn ohne Änderungen beschließt.

„Die Pläne werden nach jetzigem Stand dazu führen, dass freiwillige Orientierungspraktika von Unternehmen so gut wie nicht mehr angeboten werden, weil sie zu teuer sind“, warnt Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer in der WirtschaftsWoche. Laut Gesetzentwurf sollen nur Pflichtpraktika und solche von maximal sechswöchiger Dauer vom Mindestlohn ausgenommen werden. „Hier muss der Bundestag dringend nachbessern“, fordert Kramer. „Oder die jungen Leute werden eben zur Lüge getrieben und tun so, als handle es sich auch bei der zweiten oder dritten Hospitanz um ein Pflichtpraktikum. Das ist doch komplett unsinnig.“
Allerdings will Kramer Missbrauch verhindern: „Damit ich nicht falsch verstanden werde: Auch ich will unter keinen Umständen, dass fertig Ausgebildete dauerhaft zu Praktikantenlöhnen beschäftigt werden. Das muss ausgeschlossen sein.“

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