Kommentare zu: Arbeitsagentur: Weiterbildungskurse kosteten 2,264 Milliarden Euro

zum Artikel

Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen

18 Kommentare
  • 23.01.2010, 10:28 UhrAnonymer Benutzer: Geldverschwendung

    dies Transvergesellschaften üben bei diesen sozialschwachen Menschen den nötigen Druck aus, um sie mürbe zu machen. damit sie notgedrungen einen 1Eurojob oder oder sonstige unterbezahlte Tätigkeiten annehmen. Teils werden diese Maßnahmen mit geschönten Auswertungen auch noch gelobt. Seltsamerweise werden die Jüngeren, vorrangig mit Problemen der deutschen Sprache, von diesen Maßnahmen ausgeklammert.

  • 23.01.2010, 11:27 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Jeder 18-jährige sollte sich einmal hinsetzen und berechnen, ob er arbeiten geht oder berfulicher Sozialhilfeempfänger wird. Einfach mal zusammenrechnen was man an unbezahlter Zeit für das Ausbildung verbraucht, wieviel man netto verdient und was ihn seine Familie (Kinder) kosten versus und welche Rente man dann bekommt versus 100% freie Zeit und Sozialhilfe (inkl Wohnung und Zulagen für Frau/Kinder) geniesst. Das Ergebnis könnte wirklich interessant sein.

  • 23.01.2010, 12:47 UhrAnonymer Benutzer: Navigator

    Würden die 2,2 Milliarden gekürzt oder gestrichen, kämen umgehend die Anbieter von Weiterbildung unter Druck. Mittelbar würde der Entzug dem Konsum entzogen, also die binnennachfrage schwächen.
    AbM und 1-Euro-Jobs haben sich in die Realwirtschaft hineingefressen und reguläre Jobs wegrotiert. Auch hier ist durch die Verzahnung von Arbeitslosigkeit und Privatwirtschaft eine unheilvolle Abhängigkeit geschaffen worden. Die Jobs lassen sich mit brachialmethode nicht schmerzlos streichen.
    Rechnet man überschlägig ca. 10 Millionen Arbeitslose (incl. Weiterbildungsmaßnahmen, 1-Euro-Jobs etc.) und einer angenommenen Transferleistung von 700 Euro, ergäbe eine Kürzung um 10 % 700 Millionen Euro monatlich, die der Konsum zu verkraften hätte.
    Fazit: der Staat reguliert über die Arbeitslosen die binnennachfrage.

  • 23.01.2010, 13:59 UhrAnonymer Benutzer: Navigator

    Die politische Kaste popularisiert nur noch eigennutzstärkende Halbwahrheiten, die scheinbar die eigene Existenz sichern, tatsächlich aber das Ganze marodieren. Mit unausgegorenen Vorstößen läßt sich weder ein Krieg gewinnen noch ein Staatswesen retten.
    Wer immer nur an sich denkt, wird zu spät erkennen, daß er unaufhaltsam in den eigenen Untergang marschiert war.

    ich finde die Wirtschaftswoche sehr gut, publiziert sie doch unbequeme Wahrheiten, die man bei Mitbewerbern vergeblich sucht, würde jedoch das Punktesystem abschaffen. Das ist weder objektiv, noch fördert es die Motivation der Schreiber.

  • 23.01.2010, 14:12 UhrAnonymer Benutzer: RDA

    Der ganze Weiterbildungs-Mumpitz ist Geldverschwendung und dient nur der Schönung der Arbeitslosenstatistik! Das Zertifikat eines solchen "Trägers" können sie vielleicht noch zum Feueranzünden verwenden - denn die Träger sind weder zertifiziert noch folgen sie einem für außenstehende nachvollziehbaren Lehrplan. Eigentümer und Nutznießer solcher Träger sind übrigens primär Gewerkschaften UND Arbeitgeber...und das wirft die Frage auf, welches interesse beide Gruppen daran haben, die Arbeitslosigkeit zu senken...?
    in meiner eigenen 3-monatigen ALG-ii-Zeit hat mir die ARGE auch eine "Weiterbildung" angeboten. Meine Frage, ob sie mir einen (weltweit anerkannten) TOEFL-Test oder ein Französisch-DALF-Zertifikat bezahlen würden, wurde abgelehnt. Die Kosten hätten jeweils bei max. 300 Euro inklusive büchern und Prüfungsgebühren gelegen.

  • 23.01.2010, 16:52 UhrAnonymer Benutzer: Christian

    in dem Artikel wird Hilmar Schneider, Direktor Arbeitsmarktpolitik beim Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (iZA), zitiert. Wissen Sie eigentlich, dass das iZA zu 100 % von der Deutschen Post AG finanziert wird? bitte verschonen Sie uns in Zukunft von solchen gekauften "Experten". im übrigen, die Zunahme der Weiterbildungsmaßnahmen hat doch nur den Sinn die wahre Arbeitslosigkeit zu verschleiern.

  • 23.01.2010, 19:36 UhrAnonymer Benutzer: Mariposa

    Es gibt viele beispiele wo diese "Weiterquaifizierungsmaßnahmen" nicht nach den bedürfnissen der jeweiligen Person ausgerichtet sind, sondern nach Marktlage (welche Kurse müssen gerade besetzt werden, sind nicht ausgelastet etc.). Daran verdienen insbesondere Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften. Mit all diesem Unsinn läßt sich hervorragend die wahre Arbeitslosensituation verschleiern. Die betroffenen erhalten eine beruhigungspille und sind für ein paar Monate erstmal zufriedengestellt. in Wahrheit wird es für die Allermeisten keine Rückkehr in eine gut bezahlte Vollzeitstelle mehr geben. Deutschland hat sich zu Tode gesiegt mit seiner auf die Spitze getriebenen Produktivitätssteigerung. Damit verbunden ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen - die früher noch als gut qualifiziert galten - keinen Arbeitsplatz mehr finden werden. Jeder Arbeitnehmer sollte möglichst über einen Hochschulabschluß verfügen und zwischen 25 und maximal 40 Jahre sein. Wer bis 40 den Sprung ins Management nicht geschafft hat sollte möglichst schnell aus dem Unternehmen verschwinden. Wer bis 50 Führungsposition hat, sollte dann aber möglichst demnächst in den Vorstand aufrücken, sonst droht ihm kurz nach 50 das gleiche Ungemach. Und der Rest? Schleppt sich so von Zeitarbeitsvertrag zu Zeitarbeitsvertrag oder Projektstelle. Verdient mal Geld, mal ist er beim Arbeitsamt und bekommt von dort sein Entgelt. Und von den weiter Unten reden wir erst gar nicht besser. Fazit: Wir brauchen mehr psychatrische Krankenhäuser und wenn wir an den Sozialleistungen sparen, dann einfach mehr Gefängnisse.

  • 23.01.2010, 20:53 UhrAnonymer Benutzer: Schwererbrocken

    Die Weiterbildungsangebote der Arbeitsagentur sind wirklich reine Geldverschwendung. Es kommt nach meinem Eindruck ausschliesslich darauf an, dass der Kurs zertifiziert ist. Dies sind nach meiner Recherche in der Regel (zumindest bei uns - 100km von der nächsten Grossstatt entfernt) nur zeitlich lang ausgedehnete MS-Office Kurse oder ähnlich seichtes Zeugs. Die Teilnahme an einem derartigen Kurs dokumentiert doch dann nur, dass man bisher überhaupt nichts für die Weiterbildung getan hat, denn dieses Wissen kann sich jeder in günstgen VHS Kurse oder autodidaktisch beibringen.

    Eine punktgenaue Spezialförderung die beruflich wirklich weiter hilft ist nicht vorgesehen. Nimmt man für letzteres eigenes Geld in die Hand (solche Seminare sind in der Regel ziemlich teuer) ist nicht mal ein Zuschuß drin. im Gegenteil, das ALG wird für die Seminartage gestrichen, da man ja der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung steht! Die Fiktion, dass man der Arbeitsvermittling während eines Seminar zur Verfügung steht gilt nämlich nur für geförderte Kurse.

    Auf solche rissigen ideen muss man erst mal kommen.

  • 23.01.2010, 20:58 UhrAnonymer Benutzer: RDA

    @Mariposa: Sehr richtig, das Produktivitätsstreben hat auch seine Schattenseiten - insbesondere wenn das Produktivitätswachstum nur durch eine Erhöhung der Kapitalintensität und Streichung von Arbeitsplätzen erreicht wird. Allerdings haben die Gewerkschaften in den 70er und 80er-Jahren durch eine stetige ARbeitszeitverkürzung massiv dazu beigetragen - insbesondere durch die Einführung der 35-Stunden-Woche wurde es für Arbeitgeber der Metallindustrie attraktiv, massiv auf kapitalintensive Produktion umzustellen.

  • 23.01.2010, 22:06 UhrAnonymer Benutzer: BeraterX

    @Mariposa
    ich stimme dem inhalt von A bis Z zu. Die Regierung tut sich schwer, der arbeitsmarktpolitischen Wirklichkeit, die sie natürlich kennt, Rechnung zu tragen. Aber sie wird nichtsdestoweniger weiterhin altbackene Methoden anwenden, die vom System profitierenden Kasten und Klüngel stützen und den bürger weiterhin in das Messer der Wirtschaftsglobalisierung laufen lassen, nach dem Motto "hier stehe ich und kann nicht anders".

weitere Fotostrecken

Blogs

Alternativen gesucht
Alternativen gesucht

Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.