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Arbeitsmarkt: Arbeitsminister Scholz will neue Mindestlöhne in fünf Branchen

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) will noch vor der Bundestagswahl die Weichen stellen, um einen flächendeckenden Mindestlohn in fünf weiteren Branchen einzuführen.

Darüber soll der sogenannte Tarifausschuss am 31. August darüber entscheiden. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich mit dem Ministerium auf diesen Termin geeinigt. Die schriftliche Einladung stehe aber noch aus, wie eine Sprecherin des Arbeitsministeriums bestätigte.

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Zum ersten Mal soll der Tarifausschuss zustimmen, Mindestlöhne über das novellierte Entsendegesetz einzuführen. In mehreren Branchen haben Arbeitgeber und Gewerkschaften inzwischen eigene Mindestlohn-Tarifverträge ausgehandelt und beim Arbeitsminister den Antrag gestellt, diese für allgemein verbindlich zu erklären. Zuvor muss allerdings der Tarifausschuss zustimmen. Einigen sich die Experten, könnte Olaf Scholz Lohnuntergrenzen für rund 400.000 weitere Beschäftigte per Verordnung festlegen.

Streit über Weiterbildungsbranche

Fünf Branchen stehen auf der Tagesordnung des Tarifausschusses. Vier davon sind unumstritten. So gehen Gewerkschaften und Arbeitgeber davon aus, dass es eine Einigung auf Mindestlöhne im Wach- und Sicherheitsgewerbe, in der Abfallwirtschaft, in Großwäschereien und für Bergbau-Spezialarbeiten geben soll.

Streit droht im Tarifausschuss dagegen über die Weiterbildungsbranche. Auch hier liegt ein Mindestlohn-Tarifvertrag vor. Nach Einschätzung der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) handelt es sich aber nicht um einen "repräsentativen Tarifvertrag". Die Gewerkschaften halten den Mindestlohn-Tarifvertrag dagegen für gültig. "Aus unserer Sicht sind alle Voraussetzungen gegeben, die Branche in das Entsendegesetz aufzunehmen", sagte DGB-Tarifexperte Reinhard Dombre der WirtschaftsWoche.

15 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.08.2009, 11:17 UhrAnonymer Benutzer: Dithie

    Zu: Mindestlöhne...

    Warum gibts es keine Mindestgehälte für Politiker,Manager+banker die
    sich, bei katastrophalen "Leistungen" noch boni-Abfindungs-+Sonderzah-
    lungen genehmigen....aber den kleinen bürger " v o r sc h r e i b e n" von
    wieviel ,sie zu Leben haben,selber von Mindestlöhne mal in Deutsch-
    lang zu leben versuchen,oder vormachen, ob Sie das könnten !!!

  • 17.08.2009, 11:13 UhrAnonymer Benutzer: Realist

    Scholz ist repräsentativ für die Gesamt-SPD. Es gibt keine neuen ideen, man beharrt auf den alten Klassenkampfthemen, die die Gesellschaft, der es mehrheitlich trotz Krise sehr gut geht, einfach nicht mehr interessiert. Diese Partei brauchen wir nicht mehr!

  • 17.08.2009, 01:08 UhrAnonymer Benutzer: Aufwachen

    @Referendar

    Arbeit müssen sie als Ware ansehen. Es gibt zu wenig Arbeit aber zuviele Arbeiter, natürlich muss dann wenn ich alle unterbringen will der Lohn sinken. Diese Situation ist für die Arbeitgeber am besten.

    ich bin jedoch nicht der Meinung, dass NiCHT jeder arbeiten sollte. Es sollten nur die besten in den beruf kommen. Davon profitieren alle. Diese besten sollten auch bestens bezahlt werden und sie sollen Steuern zahlen. So wird der Rest finanziert, der nicht arbeiten kann, weil entweder zu schlecht ausgebildet oder eben zu alt usw..

    ich weiss nicht wie man die anderen Modelle tatsächlich als geistig gesunder Mensch überhaupt in betracht ziehen kann.

    Wenn ich einen blinden nach seiner lieblingsfarbe Frage und ihn aufgrund dessen als Raumaustatter beschäftige, nur weil er einen niedrigen Lohn akzeptiert muss ich doch verrückt sein, weil mir die Leute irgendwann meine Dienstleistungen nicht mehr abnehmen.

    Arbeit wird indes nicht zunehmen sondern immer weiter abnehmen.
    Was also tun? Die Leute schlafend spritzen?

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