Arbeitsmarkt: Betrug bei Kurzarbeit

Arbeitsmarkt: Betrug bei Kurzarbeit

Mehrere hundert Unternehmen scheinen bei der Kurzarbeit geschummelt zu haben. In 132 Fällen wird laut eines Berichts bereits ermittelt. Betroffen sind auch Angestellte.

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Broschüre der Bundesagentur für Arbeit zum Thema Kurzarbeit

In 80 Prozent der Fälle gehe es um Betriebe mit weniger als 100 Mitarbeitern, berichtete das Magazin "Der Spiegel". Eine Zwischenbilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) ergab demnach sogar insgesamt 846 Verdachtsfälle bei den Regionaldirektionen. In diesen Fällen lägen Hinweise oder Anzeigen vor, die von den Agenturen überprüft werden müssen. In zwei Drittel der Fälle sei eine Manipulation der Arbeitszeitaufzeichnungen als Verdachtsmoment ausgemacht, in 40 Fällen gehe es um eine mögliche Vorenthaltung des Kurzarbeitergelds durch den Arbeitgeber gegenüber den Beschäftigten. In bislang 186 Fällen habe sich der Anfangsverdacht nicht bestätigt.

Gemessen an der Gesamtzahl liege die Zahl der Verdachtsfälle nach BA-Chef Frank-Jürgen Weise bei deutlich unter einem Prozent. „Zwar ist jeder Einzelfall nicht zu akzeptieren. Aber es ist kein Phänomen, bei dem man sich jetzt große Sorgen zu machen braucht“, betonte er.

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Kurzarbeit kostete 2009 fast fünf Milliarden Euro

Schon bis zum August 2009 berichtete die BA, dass rund 100 Firmen in Deutschland Kurzarbeit vorgetäuscht und dadurch zu Unrecht einen Millionenbetrag von der Bundesagentur kassiert haben sollen. Die Unternehmen standen im Verdacht, Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen und Kurzarbeitergeld erhalten zu haben, obwohl ihre Beschäftigten die volle Stundenzahl arbeiteten.

Insgesamt hatte die Bundesagentur 2009 fast fünf Milliarden Euro für Kurzarbeit ausgegeben. Nach Einschätzung von BA-Chef Weise sind dadurch etwa 300.000 Arbeitsplätze im Jahr der Wirtschaftskrise gerettet worden. Für 2010 sind im Haushalt nur noch etwas mehr als drei Milliarden Euro für Kurzarbeit eingeplant.

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